20 Millionen Euro für Feuerwehr

Für die Feuerwehr ist der alljährliche Ehrungsabend immer wieder ein ganz besonderer Höhepunkt im Kalenderjahr: In feierlichem Rahmen werden langjährige und besonders verdiente Kameraden ausgezeichnet. Der Dormagener Feuerwehr-Chef Bernd Eckhardt (Foto auf der Startseite: rechts) konnte jetzt im Hubertus-Saal mehr als 200 geladene Gäste begrüßen. 28 Florianer wurden geehrt. Zudem konnten Eckhardt und Bürgermeister Erik Lierenfeld zu neun Beförderungen gratulieren. Zur Brandmeisterin wurde Silvia Grips (Löschzug Straberg) befördert. Zum Brandmeister wurden Dominik Becker (Löschzug Hackenbroich), Laurens Bauers (Löschzug Stadt Zons) und Colin Dolan (Löschzug Stürzelberg) ernannt. Oberbrandmeister sind nun Arne Streichardt und Patrick Löhr (beide Löschzug Stürzelberg). Zum Brandinspektor befödert wurde Dennis Moritz (Löschzug Hackenbroich). Im Rang des Brandoberinspektors sind jetzt Holger Parmentier (Löschzug Gohr) und Cornelius Dörstelmann (Löschzug Stürzelberg) im aktiven Einsatz.

In seiner Begrüßungsrede hob Feuerwehr-Fachbereichsleiter Eckhardt, so die Bezeichnung in der Einstufung innerhalb der Stadtverwaltung, die Bedeutung der Arbeit der ehren- und hauptamtlichen Kräfte hervor: „Wir sind ein Team und ergänzen uns – für die Sicherheit in Dormagen.“ Insgesamt 1.171 Feuerwehreinsätze sowie 9.592 Einsätze des Rettungsdienstes hat es 2018  gegeben. Im laufenden Jahr rückte die Feuerwehr bislang in 867 Fällen aus, der Rettungsdienst war 7.158 Mal im Einsatz. Auch der Bürgermeister betonte die Wichtigkeit einer gut funktionierenden Feuerwehr: „Wenn ich an die Zukunft der Dormagener Feuerwehr denke, dann sehe ich eine sehr gute Zukunft. Wir haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 5,5 Millionen € investiert und werden in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich weitere 20 Millionen € in die Zukunft der Feuerwehr investieren.“

Die Ehrungen im Einzelnen: 65 Jahre Mitgliedschaft Peter Heinen (Löschzug Mitte); 55 Jahre Mitgliedschaft Karl Becker (Löschzug Hackenbroich); 45 Jahre Mitgliedschaft Georg Dürrbeck, Peter May (beide Löschzug Straberg), Reiner Esser, Heinz Huth, Heinz Kemper, Hans-Herbert Lütter (alle Löschzug Gohr) und  Gerd Schneider (Löschzug Stadt Zons). Dazu gab es folgende Ehrungen des Verbandes der Feuerwehren in NRW: für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr für Gebhard Bresser (Löschzug Delhoven), Günter Stude (Löschzug Mitte), Jürgen Polzin, Hubert Busch (beide Löschzug Stürzelberg): 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr: Bernd Trompeta (Musikzug). Das waren darüber hinaus die Ehrungen des Landes Nordrhein-Westfalen: Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre Dienstzeit für  Stefan Fuhs (Löschzug Gohr), Andre Schimmeyer (Löschzug Stürzelberg), Daniel Dudek (Löschzug Mitte), Markus Berger (Löschzug Delhoven) und Norbert Buchkremer (Löschzug Straberg / Hauptamt). Hinzu kamen Sonderehrungen durch den Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis Neuss: die Ehrennadel in Bronze für Nils Vonden (Löschzug Stadt Zons), Klaus Schiefer (Löschzug Hauptamt) sowie die Ehrennadel in Gold für Dr. Ulrich Hauffe (Fachberater Feuerwehrarzt; Foto auf der Startseite: Mitte). (stp/-oli)

TopWest-Fest in Bildern

Die 26. Auflage des TopWest-Festes mit dem „3. Markt der Vereine“ und verkaufsoffenen Geschäften war am Sonntag, 13. Oktober, ein großer Erfolg für alle Beteiligten. Am späten Vormittag kam die Sonne raus und ermöglichte es, viele schöne Schnappschüsse von den diversen Aktivitäten in dem Einkaufs- und Gewerbepark zu schießen. Mit der Kamera unterwegs war unsere Mediaberaterin Claudia Roi.  (-oli)

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Neues Preissystem für Trinkwasser

Die energieversorgung dormagen (evd) GmbH setzt ab dem 1. Januar 2020 auf ein neues Preissystem bei der Versorgung des Stadtgebietes mit Trinkwasser. Das soll die Fixkosten gerechter als bisher auf alle Verursacher verteilen. Der Mengenpreis sinkt.

Die evd versorgt täglich 65.000 Menschen in Dormagen mit Trinkwasser in Lebensmittelqualität. Hinter der hohen Qualität und ständigen Verfügbarkeit stecken einer hoher Aufwand für Betrieb, Instandhaltung und Erweiterung des Wasserversorgungssystems. Die Kosten fallen dabei zum größten Teil unabhängig von der verbrauchten Wassermenge an. Um die hohe Trinkwasserqualität und Versorgungssicherheit dauerhaft aufrechterhalten zu können, muss die evd immer wieder in die Infrastruktur investieren. „Dafür benötigen wir Planungssicherheit. Diese ist nur gewährleistet, wenn den fixen Kosten auch fixe Einnahmen gegenüberstehen“, so evd-Geschäftsführer Klemens Diekmann. Das bisherige Tarifmodell bilde die tatsächlichen Kosten der Versorgung langfristig nicht mehr ausreichend ab. Der Bevölkerungszuwachs durch Neubaugebiete bedeute, dass das Leitungsnetz der evd ständig erweitert werden muss. Die Kosten steigen, die Einnahmen bleiben angesichts des Pro-Kopf-Verbrauchs konstant oder sinken sogar. 70 Prozent der Einnahmen durch die Wasserversorgung erzielt die evd bisher über die verbrauchte Menge. Diese Einnahmen sind aber variabel, da sich der Wasserverbrauch je nach Witterung verändert und vom Verbrauchsverhalten der Kunden abhängt. Nur 30 Prozent der Einnahmen sind fixe, also planbare Einnahmen („Grundpreis“). Demgegenüber stehen aber 80 Prozent an Fixkosten, die die evd für den Betrieb des Netzes hat. Es wird also nur ein geringer Teil der Fixkosten durch planbare fixe Einnahmen abgedeckt. Um diese Kostendeckungslücke zu reduzieren, führt die evd zum 1. Januar 2020 ein neues Wasserpreissystem ein. Die Kosten der Wasserversorgung sollen verursachungsgerechter gemäß der Inanspruchnahme auf alle Nutzer verteilt werden. „Der Preis für Trinkwasser hat sich bisher zum größten Teil nach der verbrauchten Trinkwassermenge und nach der Größe des verbauten Zählers bemessen. In diesem Tarifmodell zahlt ein Einfamilienhaus denselben Grundpreis wie zum Beispiel ein Fünffamilienhaus, da in nahezu allen Häusern nur ein Zähler pro Gebäude verbaut ist. Die Kosten sind also ungleich verteilt“, erklärt Diekmann.

Die Einführung des neuen Tarifmodells wurde eingehend geprüft. Grundlage waren Daten aus der Befragung der evd-Wasserkunden. Im Mai hat die evd alle Hauseigentümer angeschrieben und gebeten, die Art der Nutzung (gewerblich oder privat) sowie die Anzahl der Wohneinheiten respektive Gewerbeeinheiten mitzuteilen. „Mehr als 65 Prozent der Kunden haben an der Auskunft teilgenommen. Eine hohe Quote“, so der evd-Geschäftsführer. Das neue Tarifsystem wurde gemeinsam mit Experten entwickelt, die zum Beispiel schon die RheinEnergie und die Stadtwerke Krefeld bei der Umstellung ihrer Wassertarifmodelle beraten hatten. Im neuen Tarifmodell ersetzt ein Systempreis den zählerbasierten Grundpreis. Der neue Systempreis staffelt sich nach Anzahl der Wohneinheiten in einem Gebäude, bei überwiegend gewerblich genutzten Gebäuden nach Verbrauchsklassen. So werden alle Nutzer des Wasserversorgungssystems verursachungsgerechter an den Kosten beteiligt. „Die evd erzielt durch die Umstellung des Preissystems keine Mehrerlöse“, betonte Diekmann. Das neue Tarifsystem sei ausgewogener als das bisherige. So wurde der Brutto-Mengenpreis um 46 Cent von bisher 1,69 Euro je Kubikmeter auf 1,23 Euro je Kubikmeter gesenkt. Um die Preise möglichst leistungsgerecht zu gestalten, wurden die neuen Systempreise so kalkuliert, dass sie zwar mit zunehmender Gebäudegröße steigen, das aber mit immer geringer werdenden Zuwächsen. So hat ein Sechsfamilienhaus zwar sechs mal so viele Wohneinheiten wie ein Einfamilienhaus, der Systempreis ist aber nur zweimal so hoch. (eb/-oli)