Kiel zum Geburtstag

Die Handballabteilung des TSV Bayer Dormagen wird in diesem Jahr 70 Jahre alt und feiert diesen stolzen runden Geburtstag am Samstag, 10. August, ab 16.30 Uhr mit einem äußerst attraktiven Freundschaftsspiel gegen den frisch gebackenen deutschen Pokalsieger THW Kiel im TSV Bayer Sportcenter.

Am 27. Dezember 2008 war das Sportcenter nach dem Wiederaufstieg im Erstliga-Spiel gegen den THW Kiel restlos ausverkauft. Nils Meyer hatte gegen Marcus Ahlm (links) und Kim Andersson kein leichtes Durchkommen. (Foto: Archiv/Rolf Bartsch)

Als der TSV zu seinen traditionsreichen Erstligazeiten in der altehrwürdigen Dreifachhalle an der Konrad-Adenauer-Straße den deutschen Rekordmeister begrüßte, da platzte die Halle mit 1.500 Zuschauern jedes Mal aus allen Nähten. Nach dem Wiederaufstieg in die Erste Liga unter Trainer Kai Wandschneider vor elf Jahren wurde die Zahl verdoppelt. Viele erinnern sich an das mit 3.000 Fans am 27. Dezember 2008 völlig ausverkaufte Sportcenter bei der 25:33-Niederlage gegen den THW Kiel. „Diese Stimmung und Begeisterung wollen wir alle noch einmal gemeinsam erleben“, so Handball-Geschäftsführer Björn Barthel.

„Mit einem speziellen Angebot wollen wir unseren Anhängern etwas zurückgeben“, führt Barthel weiter aus. So können Tickets für das Geburtstagsspiel gegen die „Zebras“ bei den Heimspielen am 11. Mai gegen Dresden und am 24. Mai gegen Rimpar zum Vorzugspreis von 8 Euro (freie Platzwahl) erworben werden. Für Kinder unter sieben Jahren sind kostenlose „Schoßkarten“ ebenfalls ohne Sitzplatzanspruch erhältlich. Ab dem 27. Mai gibt es die Eintrittskarten für den 10. August im regulären Vorverkauf an den bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 10 Euro pro Ticket.

Für den Samstag mit der Feier des 70. Geburtstages der Handballabteilung des TSV sind weitere interessante Programmpunkte in der Planung. So findet vormittags ein B-Jugend-Turnier im Sportcenter statt. Nach dem Spiel der „Wiesel“ gegen die Gäste aus Norddeutschland geben die Spieler Autogramme. Die offizielle Vorstellung der neuen Dormagener Mannschaft für die Saison 2019/20 ist für den Abend in Abstimmung mit den Organisatoren des großen Radrennens in der Innenstadt auf dem Platz vor dem Historischen Rathaus vorgesehen.

Auf dem Archivfoto von Rolf Bartsch auf der Startseite von meinDORMAGEN ist übrigens eine Spielszene vom 20. September 2009 zu sehen. Damals war der THW Kiel zum bisher letzten Mal als Ligagegner zu Gast im Sportcenter. Christoph Schindler, der heutige Sportdirektor des Erstligisten VfL Gummersbach, war seinerzeit im Rückraum des TSV aktiv. (-oli/eb)

 

Parade für Jubiläums-TC

Es war der Abschluss der rundum gelungenen Jubiläumsfeierlichkeiten des Tambourcorps (TC) „Concordia Gohr“, das am vergangenen Wochenende sein 100-jähriges Bestehen zelebrierte: die sehens- und hörenswerte Parade und der gleichermaßen sehens- und hörenswerte Vorbeimarsch der befreundeten Spielmannszüge und Schützenzüge auf dem Kirchplatz in Gohr. Für meinDormagen war mit der Kamera Redaktionsleiter Oliver Baum dabei.

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Blackout vor der Pause

In der zweiten Halbzeit gegen Ferndorf der beste Dormagener: Benjamin Richter. (Foto: Archiv)

Das Minimalziel für das vergangenen Wochenende mit dem Doppelspieltag in der Zweiten Handball-Bundesliga waren zwei Punkte. Doch der TSV Bayer Dormagen holte keinen einzigen Zähler. Auf die erwartbare Auswärtsniederlage beim Tabellenführer in Balingen am Freitagabend (23:32) folgte am Sonntagabend die bittere 24:28-Heimniederlage gegen den TuS Ferndorf. Angesichts der anderen Ergebnisse hat die Mannschaft von Trainer Dusko Bilanovic nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Mit der überraschenden, in allen Mannschaftsteilen schlechten Leistung in der ersten Halbzeit gegen die Siegerländer sorgten die Hausherren, die zwischen der achten und der 23. Minute gar kein Tor erzielten (von 3:3 auf 4:13), nicht nur für Entsetzen und Kopfschütteln bei den meisten der 1.335 Zuschauer im Sportcenter. Der Fanclub „Fan Power 09“ war so frustriert, dass die Trommeln und Tröten nach der Pause ganze 17 Minuten schwiegen, ehe die lautstarke Unterstützung für den TSV in der 48. Spielminute wieder einsetzte. Doch die Halbzeithypothek von 7:16 wog zu schwer, um das Spiel doch noch einmal umzubiegen. Näher als auf vier Tore kamen die Hausherren gegen die abgezockten Ferndorfer, die zudem auf der Bank den deutlich breiteren Kader hatten und diesen zum Einsatz brachten, nicht heran. Dabei waren die Gäste auf das ganze Spiel gesehen keineswegs so souverän, wie es der Spielstand teilweise aussagte. Sie profitierten aber immer wieder von den Fehlern der Gastgeber und davon, dass die beiden Schiedsrichter das ganze Spiel über das passive Vorwarnzeichen bei ihren Angriffen äußerst liberal anwendeten. Doch das war nicht spielentscheidend. Schlimm war aus Sicht des TSV: In Sachen „Agressivität“ und „Zusammenarbeit mit dem Torhüter“ machte der TuS seine Sache vor allem in der ersten Halbzeit deutlich besser als Dormagen. So nahm das Unheil schon früh seinen Lauf – und das in einem Heimspiel, dass der TSV im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt hätte gewinnen müssen. „Die erste Hälfte haben wir völlig verschlafen. So etwas wird es nie mehr geben“, kündigte Bilanovic (Foto auf Startseite: Archiv) an.

Bereits am Freitag deutete sich in Balingen an, dass der TSV aus dem Tritt geraten war. Denn auch beim Tabellenführer startete der Aufsteiger vor 2.300 Zuschauern schlecht in die Partie, lag schnell 1:8 (8. Minute) und 4:12 (20.) zurück. Auch in diesem Spiel war das Team von Bilanovic nach der ersten Halbzeit (10:15) um eine deutliche Steigerung bemüht. Die führte gegen keineswegs überzeugende Balinger zum Zwei-Tore-Anschluss (16:18; 38.), doch danach fing sich die HBW wieder, während der TSV erneut zu viele Fehler machte. Immerhin konnte der Halbrechte Nuno Rebelo (5) endlich einmal wieder eine gute Vorstellung abliefern. „Am Anfang haben wir uns schwer getan, Balingens Torwart hat uns den Zahn gezogen“, analysierte der Dormagener Coach.

Der TSV wird die am Sonntag in dem Heimspiel nicht geholten Punkte wohl irgendwo anders einfahren müssen. Denn es zeichnet sich ab, dass die sechs avisierten Zähler aus den noch ausstehenden drei Heimspielen gegen den Dresden (Samstag, 11. Mai, 19.30 Uhr), gegen Rimpar (Freitag, 24. Mai, 19.30 Uhr) und gegen die Vikings am letzten Spieltag dieser Saison (Samstag, 8. Juni, 18 Uhr) für den Klassenerhalt nicht reichen könnten. Der TSV hat derzeit 26 Punkte auf der Habenseite, mit den drei angepeilten Heimerfolgen wären es 32 Zähler. Nach derzeitigem Stand braucht es für den sicheren Klassenerhalt aber 34 Punkte, um nicht am letzten Spieltag vielleicht in eine Tabellenkonstellation zu geraten, in der der direkte Vergleich mit einer anderen Mannschaft oder mehr als einer anderen Mannschaft eine Rolle spielt. Bilanovic jedenfalls wird in dieser Woche – der TSV tritt am Samstag, 4. Mai, beim Tabellenvierten ASV Hamm-Westfalen an – jede Menge zu tun haben, um seine Spieler und das Team wieder in die Spur zu bringen. (Oliver Baum)