Zwei „big points“

Torschütze vom Dienst beim TSV Bayer: Rechtsaußen Tim Wieling. (Foto: Archiv)

Die Zweitliga-Handballer des TSV Bayer Dormagen haben im Kampf um den Klassenerhalt am Freitagabend, 22. März, zwei wichtige Auswärtspunkte geholt: Beim Tabellenfünften TUSEM Essen setzte sich die Mannschaft von Trainer Dusko Bilanovic in der Sporthalle „Am Hallo“ vor 1.902 Zuschauern verdient und deutlich mit 39:33 (Halbzeit 19:15) durch. Mit nun 22 Punkten verbesserte sich der Aufsteiger vor den weiteren Spielen am Wochenende um einen Rang auf den 14. Tabellenplatz. Bester Torschütze der bis auf die Anfangsphase (3:7 nach knapp zehn Minuten; Auszeit TSV) überzeugend auftretenden Gäste war einmal mehr Rechtsaußen Tim Wieling mit 14 Toren, darunter sechs Siebenmeter. Auch Lukas Stutzke erwischte im linken Rückraum mit sieben Treffern einen richtig guten Abend. Das galt zudem für Linksaußen Joshua Reuland, Ian Hüter auf Halbrechts (Nuno Rebelo und Daniel Eggert wurden wie schon gegen Emsdetten von Bilanoviv nicht eingesetzt) und Kreisläufer Carl Löfström, die jeweils fünf Tore zum in der zweiten Halbzeit nie gefährdeten Auswärtssieg beisteuerten. Auch Abwehrspezialist Heider Thomas erzielte zwei Treffer. Die Hausherren wirkten vor der Pause oftmals pomadig, vor allem in der Abwehr bekamen sie kaum Zugriff auf die quirlige Offensive des TSV. Zudem hatten die beiden Essener Torhüter einen rabenschwarzen Abend erwischt, kamen nur auf fünf Paraden. Bei Sven Bartmann waren es zwar nur doppelt so viele, er steigerte sich aber in den letzten 20 Minuten und trug so dazu bei, dass der TUSEM nur einmal auf drei Tore (23:26; 40. Minute) herankam. (Oliver Baum)  

Drei Titel geholt

Lea Krüger (hinten v.l.), Anna Limbach, Larissa Eifler sowie Judith Kusian und Robin Schrödter (unten v.l.), Lorenz Kempf, Benno Schneider sowie Raoul Bonah. (Foto: TSV)

Bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven in Nürnberg gingen drei der vier Titel an die Säbelfechter vom Höhenberg. In den Teamwettbewerben konnten die Teilnehmer des TSV Bayer Dormagen beide Titel erfolgreich verteidigen. Im Einzel wurde Raoul Bonah zum ersten Mal Deutscher Meister. Er entschied das Finale gegen den aus einer Verletzungspause zurückgekehrten Björn Hübner (FF Werbach) mit 15:14 für sich. Beinahe wäre es zu einem familieninternen Finale gekommen. Luis Bonah, der ältere Bruder von Raoul, scheiterte im Halbfinale knapp mit 14:15 an Hübner und musste sich mit Bronze begnügen. Die zweite Bronzemedaille sicherte sich mit Benno Schneider ein weiterer Dormagener. Er war im Halbfinale mit 10:15 am späteren Deutschen Meister Raoul Bonah gescheitert. Im Mannschaftswettbewerb setzte sich das Quartett des TSV Bayer Dormagen mit Benno Schneider, Raoul Bonah, Robin Schrödter und Lorenz Kempf im Finale mit 45:42 gegen die Mannschaft des TSG Eislingen um Maximilian Kindler durch.

Ebenso erfolgreich war das Damen-Team des TSV. Lea Krüger, Anna Limbach, Judith Kusian und Larissa Eifler dominierten die Konkurrenz und verteidigten den Deutschen Mannschaftsmeistertitel im Finale gegen Würth Künzelsau souverän mit 45:23. „Mit drei von vier möglichen Titeln haben wir erneut gezeigt, wie stark der Standort Dormagen im deutschen Säbelfechten ist“, bilanzierte Olaf Kawald, sportlicher Leiter der Dormagener Fecht-Abteilung, mehr als zufrieden. (-sf/ale)

Vorstand zurückgetreten

In der vergangenen Woche hat es in der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Nievenheim-Ückerath mächtig gekracht. Während der Generalversammlung bei „Manes am Bösch“ spitzten sich Differenzen zwischen dem Vorstand um Brudermeister Stefan Schillings und Oberst Wolfgang van Bömmel-Wegmann zu. Aus einem  Misstrauensantrag gegen den Regimentschef, den Schillings Vorgänger Detlef Spitzenberg gestellt hatte, ging van Bömmel-Wegmann gestärkt hervor. Nach einer Sitzungsunterbrechung und Beratung trat der Vorstand um Schillings zurück (meinDORMAGEN berichtete).

So steht die Bruderschaft also ohne Vorstand da und das, obwohl sie am 5. Mai Ausrichter des Bezirksjungschützentages ist und im Juli das große Schützenfest ansteht. Es muss also schnell wieder ein handlungsfähiger Vorstand gewählt werden. An dieser Stelle ist der Regimentschef gefragt. Zumal er noch als einziger des alten Vorstandes auf der Internetseite steht – wie ein Fels in der Brandung. Die Fotos der alten Vorstandsmitglieder wurden bereits entfernt und die Posten stehen auf „vakant“, außen vor sind dabei auch Edelknabenführer Ralf Mende und Präses Klaus Koltermann. Es ist kein Geheimnis, dass zurzeit alle Augen auf die Nievenheimer Schützen gerichtet sind, vor allem die der anderen Schützenvereine und -bruderschaften. So lacht sich zum Beispiel der Bürger-Schützen-Verein (BSV) Dormagen im Stillen ins Fäustchen, weil er jahrelang von den Nievenheimern, wenn auch humorvoll, aufgezogen wurde. Nach dem Motto: „Was die Dormagener nicht schaffen, das schaffen wir“ oder „Bei uns sind mehr Schützen auf der Straße als in Dormagen“. Nun sind die Nievenheimer selber in negativer Hinsicht im Gespräch. So schließt sich manchmal der Kreis. Der alte Vorstand aber hält zusammen und versteckt sich nicht. Das bewies eine Aktion am vergangenen Mittwoch, als die ehemaligen Vorstandskollegen beim Besuch der Abendandacht im „Ückerather Kapellchen“, im Volksmund „Annos-Kapellchen“ genannt, gemeinsam auftraten. Der ehemalige Vorstand gehört nämlich mit zum Arbeitsteam und der ehemalige Brudermeister Stefan Schillings schickte meinDORMAGEN das Foto (auf der Startseite; Foto: „privat“) samt Pressetext zu. Einmal im Monat wird das „Kapellchen“ übrigens von Werner Knöchel für die Bevölkerung geöffnet. (-ale)