Zwei von drei Tätern gefasst

Eine 52 Jahre alte Frau ist am Dienstag, 24. Februar, gegen 14.15 Uhr auf einem Parkplatz an der Straße „Unter den Hecken“ in der Innenstadt von Dormagen das Opfer von Trickdieben geworden. Zeugen und Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes konnten zwei flüchtige Tatverdächtige bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.

Die Dormagenerin hatte bei der Sparkasse Neuss Geld abgehoben und war dabei von einem 36 Jahre alten Mann beobachtet worden. Wenig später wurde die 52-Jährige zur Ablenkung von einer bislang unbekannten Frau angesprochen und nach dem Weg gefragt. Währenddessen entwendete der 36-Jährige die Geldbörse der Frau. Das Portemonnaie hatte sich in einem Rucksack befunden, der auf dem Beifahrersitz des unversperrten Autos lag. Ein 18 Jahre alter Mann soll als Aufpasser zeitgleich in einem nahe gelegenen Durchgang zur Sparkasse Schmiere gestanden haben. Nach der Tat ergriff das Trio zu Fuß die Flucht in Richtung Kölner Straße.

Die beiden 18 und 36 Jahre alte Männer konnten auf der Castellstraße von Polizeibeamten angetroffen werden. Sie waren von Zeugen, einem Ehepaar aus Dormagen im Alter von 33 und 34 Jahren sowie Mitarbeitern des Ordnungsamtes gestellt worden. Zuvor hatten die Tatverdächtigen in einem Drogeriemarkt die erbeutete Geldbörse weggeworfen. Der 36-Jährige mit rumänischer Staatsangehörigkeit ist der Polizei bereits wegen anderer Straftaten bekannt. Da der Mann einen festen Wohnsitz in Köln hat, wurde er nach der Feststellung seiner Personalien wieder entlassen. Der 18-Jährige aus Rumänien, der angibt, nur zu Besuch bei Verwandten in Deutschland zu sein, musste nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung eine Sicherheitsleistung erbringen, bevor er die Wache wieder verlassen konnte.

Die an der Tat beteiligte Frau konnte im Rahmen der Fahndung nicht mehr angetroffen werden. Sie soll etwa 25 Jahre alt, 165 bis 170 Zentimeter groß, schlank und dunkelhaarig sein. Bekleidet war die Flüchtige mit einem beigen Mantel.  Zeugen, die weitere Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 25 unter Tel. 02131/300-0 oder per Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de zu melden. Glück für die bestohlene Dormagenerin: Sie hat ihre Geldbörse und deren Inhalt vollständig zurückerhalten. (md/-oli)

Weiter falsche Anschuldigungen

Die Polizei hat erneut darauf hingewiesen, dass im Falle des in Hackenbroich tot aufgefundenen Jugendlichen ein Tatverdächtiger ermittelt wurde. Insbesondere in den sozialen Medien werden aber weiter Diskussionen zu möglichen Mittätern geführt und Personen namentlich angeschuldigt. Die Polizei betont, dass diese Spekulationen haltlos sind. Die Ermittler haben weiterhin keine Hinweise auf Mittäter. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin: Falsche Verdächtigungen und Verleumdungen sind Straftaten. Das Internet und die Sozialen Medien sind kein rechtsfreier Raum. Daher bittet die Polizei erneut von solchen Verdächtigungen und Vorverurteilungen oder sogar dem Aufruf zu Straftaten in Bezug auf etwaige Mittäter Abstand zu nehmen. Strafrechtlich relevante Inhalte in den Sozialen Medien werden verfolgt und können juristische Folgen haben. (md/-oli)

Orgelvesper mit Bach-Werken

Am Samstag, 28. Februar, beginnt in der evangelischen Christuskirche an der Ostpreußenallee um 18 Uhr die nächste Orgelvesper. Die liturgische Gestaltung übernimmt Pfarrer Frank Picht. Zu hören sind Orgelwerke von Johann Sebastian Bach. Im Anschluss wird zu einer kleinen Vespermahlzeit mit Zeit für Begegnung und Gespräch eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Spende zur Unterstützung der Kirchenmusik ist willkommen. (md/-oli)

Keine Tat in Dormagen

In der vergangenen Woche ist es insgesamt zu 25 Einbrüchen respektive Einbruchsversuchen im Kreisgebiet gekommen. In Grevenbroich schlugen Einbrecher achtmal zu und in Neuss siebenmal. In Meerbusch verzeichnet die Polizei im Rhein-Kreis Neuss vier Taten, in Kaarst sowie Korschenbroich jeweils drei. Einbrecher nutzen gezielt den Schutz der frühen Dunkelheit, um in Häuser und Wohnungen einzudringen. Das Kriminalkommissariat 14 hat die Ermittlungen zu allen Einbrüchen sowie Einbruchsversuchen übernommen. Wer verdächtige Beobachtungen macht, soll sich bitte mit der Polizei unter Tel. 02131/300-0 oder per Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de in Verbindung setzen. (md/-oli)

 

Rote und grüne Markierung

Wer in diesen Tagen im Chorbusch am Friedwald, im Waldbereich an der Klosterstraße und auch im Knechtstedener Wald spazieren geht, hört schon von weitem die Motorsägen. Denn im Winter ist Holzerntezeit. Mancherorts sieht man schon das Ergebnis: gefällte Bäume. Der Wald ist nicht nur Erholungsraum, sondern auch Wirtschaftsbetrieb.

Im Knechtstedener Wald werden die Wälder nach dem Prinzip der naturgemäßen Forstwirtschaft nachhaltig bewirtschaftet und gepflegt. „Wir verzichten auf Kahlschläge, richten uns an den natürlichen Prozessen aus, achten auf den Bodenschutz und orientieren uns einzelbaumweise an der Gesamtstruktur des Waldes“, erklärt Revierförster Frank Pechtheyden. Zum Prinzip des naturgemäßen Waldbaus gehört die regelmäßige, selektive Durchforstung, aber auch die Förderung von Zukunftsbäumen. „Meistens merkt der Waldbesucher kaum, dass wir fällen. Das liegt daran, dass die nächste Baumgeneration schon so groß ist, dass es kaum auffällt, wenn wir an manchen Stellen einzelne Bäume entnehmen“, so der Förster. Eine Eiche als Lichtbaumart zum Beispiel brauche Platz, damit sich ihre Krone voll entfalten kann. Das bedeute, dass für diese sogenannten Zukunftsbäume Nachbarbäume, die im Fachjargon Bedränger genannt werden, entnommen werden müssen.

Diese Bäume werden im Wald rot markiert und geben so dem Besucher den Hinweis, dass der Baum demnächst gefällt wird. Dazu zählen auch Bäume, die eine Gefahr für die Besucher darstellen. Zum Beispiel dann, wenn sie nicht mehr stabil am Wegesrand stehen oder durch Kronensterben ein Ast herunterstürzen könnte. Dies ist leider insbesondere bei der Esche in den vergangenen Jahren ein großes Problem, da sie durch das „Eschentriebsterben“ besonders leidet und abstirbt. Ebenso gibt es leider in manchen Eichenbeständen Probleme durch Trockenschäden und den dadurch angelockten Eichenprachtkäfer, der ähnlich wie der Borkenkäfer bei den Fichten die Leitungs- und Versorgungsbahnen unterhalb der Rinde durchfrisst und somit zum Absterben der Bäume führt. Um einen weiteren Befall gesunder Bäume zu verhindern, kann eine rechtzeitige Ernte sie noch für die Holznutzung zum Beispiel als Bauholz retten. Bei den normalen Durchforstungen wird durch die Entnahme der „Bedränger“ das Kronen- und Wurzelwachstum der Zukunftsbäume gefördert und es gelangt auch mehr Licht auf den Waldboden. Dies hilft der in den Startlöchern stehenden nächsten Baumgeneration und vielen anderen Pflanzenarten zu wachsen und durch das gewonnene Wechselspiel von Licht und Schatten Stabilität, Struktur und Vielfalt in die Waldbestände zu bringen“, erklärt Pechtheyden. Die Zukunftsbäume sind mit einem grünen Ring gekennzeichnet. (md/-oli)

Nicht angehalten

Eine 59-Jährige befuhr am Samstag, 14. Februar, gegen 15.25 Uhr mit ihrem Pedelec den Radweg der Walhovener Straße in Rheinfeld. Sie beabsichtigte die Memeler Straße zu kreuzen, als ein unbekannter Pkw rechts in die Memeler Straße abbog. Die Dormagenerin versuchte dem Fahrzeug auszuweichen, stürzte dabei zu Boden und verletzte sich leicht. Der Fahrer des dunklen Pkws setze seine Fahrt einfach fort. Das Verkehrskommissariat 1 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen sowie die Person, die das Auto gefahren ist. Diese werden gebeten sich mit der Polizei unter Tel. 02131/300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de in Verbindung zu setzen. (md/-oli)

Müllcontainer brannten

In der Nacht zu Donnerstag, 19. Februar, haben in Horrem zwei Müllcontainer gebrannt. Am Kastanienweg standen kurz vor 2 Uhr ein Müllcontainer sowie eine angrenzende Hecke in Flammen. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen. Es entstand lediglich ein Sachschaden. Wenig später wurde die Polizei erneut alarmiert: ein Abfallbehälter am Fichtenweg, unweit des ersten Brandortes, war in Brand geraten. Das Feuer wurde durch die Feuerwehr ebenfalls vollständig gelöscht. Der Container wurde zerstört, an einem weiteren entstand Sachschaden. Außerdem wurde eine Mauer beschädigt.

In beiden Fällen verlief die Fahndung durch die Polizei negativ. Die Ermittlungen durch das Kriminalkommissariat 11 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss dauern an. Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe und der allgemeinen Tatumstände kann eine mutwillige Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Zeugen, die weiterführende Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 02131/300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de bei den Ermittlern zu melden. (md/-oli)