245 Infizierte kreisweit

Im Rhein-Kreis Neuss gibt es Stand Sonntagnachmittag, 29. März, insgesamt 245 erkrankte Personen aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus. Kreisweit sind 70 Personen bereits wieder von der Infektion mit SARS-CoV-2 genesen. Von den aktuell mit dem Virus infizierten Personen wohnen 99 in Neuss, 41 in Dormagen, 37 in Grevenbroich, 25 in Meerbusch, 14 in Korschenbroich, zwölf in Kaarst, zehn in Jüchen und sieben in Rommerskirchen. Unverändert sind vier Erkrankte an den Folgen der Infektion gestorben. Insgesamt wurden somit 319 Infektionen mit dem Coronavirus im Rhein-Kreis Neuss bestätigt. 1.333 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 824 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt. Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter Tel. 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen finden sich online auf www.rhein-kreis-neuss.de/corona. (md/-oli)

Schwarzer Peter nicht zwei Meter groß

Die Stadt Dormagen und insbesondere ihr Eigenbetrieb für die Gebäudewirtschaft kommt nicht nur bei den Schulsanierungen, sondern auch bei den Bauprojekten für die Kindertagesstätten nicht hinterher. Davon betroffen ist auch die Kindertagesstätte (Kita) an der Nettergasse, die zum 1. August 2021 umgezogen sein soll – in die neue Kita, die an der Haberlandstraße gebaut wird.

In der Drucksache für die jüngste Sitzung des Jugendhilfeausschusses musste der Erste Beigeordnete Robert Krumbein „die Hosen runterlassen“: Der Neubau an der Haberlandstraße verzögert sich nämlich. Die Vergabe an einen Generalunternehmer ist zwar erfolgt, aber die Fertigstellung ist auf das Kindergartenjahr 2021/22 verschoben. Doch warum wird eigentlich die Betreuungseinrichtung an der Nettergasse, die seit August vergangenen Jahres aus Kapazitätsgründen den Betrieb auch in einem Raummodul aufrechterhalten muss, aufgegeben. In der Verwaltungsdarstellung wird dazu „aufgrund des schlechten Gebäudezustandes“ angegeben. Träger dieser Kita ist die Dormagener Sozialdienst (DoS) gGmbH. Die informierte im Februar vergangenen Jahres die Eltern per Aushang darüber, dass zwar der Neubau der Kita geplant sei, die Suche nach einem Ersatzstandort bisher aber erfolglos verlaufen sei. Im Gespräch war dabei auch das Areal des Augustinushauses. Die „Große Flohkiste“ müsse mangels Alternativen und drängender Kapazitätsprobleme daher in den Neubau an die Haberlandstraße umziehen.

Doch warum ist ein Abriss des alten Gebäudes und ein Neubau am bisherigen Standort keine Alternative, zumal das Grundstück dies von seiner Größe her mit Übergangslösungen durchaus hergeben würde? Aus Elternkreisen ist dazu zu hören, dass ihnen gesagt worden sei, die katholische Kirche als Eigentümerin plane eine anderweitige Nutzung des Grundstücks. Das sei schon lange klar und bekannt. Der Eigentümer habe zudem bisher schon einige Geduld bewiesen und die jetzige Nutzung durch die DoS mit dem Betrieb einer Kita, die übrigens davor in kirchlicher Trägerschaft geführt wurde, länger als vorgesehen gestattet. Was sagt die Kirchengemeinde dazu? Pfarrer Peter Stelten weist Schuldzuweisungen zurück. „Der schwarze Peter ist nicht zwei Meter groß“, spielt der Geistliche auf seine Körpergröße an. Er habe sich über den Aushang im Februar 2019 geärgert, aber Ruhe bewahrt, denn die Kirchengemeinde mache der Stadt überhaupt keinen Druck. Im Jahr 2016 habe die Verwaltung der Kirchengemeinde „im O-Ton“ gesagt, dass die Kita „in zwei Jahren weg ist“, so Stelten. Es werde seitens der Stadt nur noch das investiert, was notwendig sei. Die „Flohkiste“ ist immer noch vor Ort und die Kirchengemeinde sei im vergangenen Jahr auch mit der Container-Lösung für die neue U3-Gruppe einverstanden gewesen. „Richtig ist, dass der Caritas-Verband Interesse an dem Grundstück hat. Das geht in Richtung Beratung und Soziales Wohnen. Aber dazu gibt es keine konkrete Planung und keinen Zeitdruck“, so Stelten. (Oliver Baum)

Vierter Todesfall im Kreisgebiet

Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 260 erkrankten Personen eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Eine 88-jährige Frau aus Grevenbroich ist heute an den Folgen der Erkrankung gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf vier. Kreisweit 39 Personen sind bereits wieder von der Infektion genesen. Von den aktuell mit dem Virus infizierten Personen wohnen 98 in Neuss, 42 in Dormagen, 39 in Grevenbroich, 35 in Meerbusch, 19 in Kaarst, 14 in Korschenbroich, acht in Jüchen und fünf in Rommerskirchen. 1.162 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 1.062 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, appelliert weiter an die Bevölkerung, sich an Verhaltensregeln zu halten: „Ich rufe nochmals dringend auf: Es hängt jetzt von jedem einzelnen ab, dass Corona nicht zur Katastrophe wird. Verlassen Sie die Wohnung nur, wenn es dringend notwendig ist, etwa zum Einkaufen, zum Arztbesuch oder zur Arbeit. Halten Sie auch dort Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen. Waschen Sie häufig die Hände, greifen Sie sich nicht ins Gesicht und essen Sie nicht ohne vorheriges Händewaschen. Beachten Sie die bekannten Hygienemaßnahmen. Nur so können wir erreichen, dass sich das Virus nicht wie bisher verbreitet. Ich habe keinerlei Verständnis dafür, dass sich heute noch Gruppen zum Feiern versammeln und die im Interesse der Allgemeinheit dringend notwendige Zurückhaltung fehlt.“ Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter Tel. 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen finden sich auf der Kreis-Homepage www.rhein-kreis-neuss.de/corona.