Zwei Neue für den TSV

Der TSV Bayer Dormagen hat für die Saison 2019/20 zwei neue Rückraumspieler unter Vertrag genommen, die auf der halblinken Seite Lukas Stutzke und auf der halbrechten Seite Daniel Eggert ersetzen werden. Stutzke, der in der laufenden Spielzeit nur noch über ein Zweitspielrecht am Höhenberg war, wechselt zum 1. Juli endgültig zum Erstligisten Bergischer HC. Eggert wechselt nach dem letzten Zweitliga-Spieltag am 8. Juni zum niederländischen Club Bevo in der Nähe von Venlo.

Der Rückraumlinke Ante Grbavac (auf dem Foto auf der Startseite links; Foto: TSV), der aus Split in Kroatien stammt, unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag beim TSV. Zuletzt spielte der Rechtshänder in der Ersten Liga in Österreich für Linz. TSV-Trainer Dusko Bilanovic hatte einen direkten Draht zu dem 25-Jährigen und informierte die Verantwortlichen am Höhenberg über die Möglichkeit, den 1,98 Meter langen und 105 Kilogramm schweren Shooter zu verpflichten. „Er wird zusammen mit Julian Köster die Lücke schließen können, die Lukas Stutzke nach seinem Wechsel zum Bergischen HC hinterlässt“, so Bilanovic. Grbavacs Frau Ivona brachte vor drei Wochen Tochter Ani zur Welt. Das Geburtsdatum 3. Mai wird der künftige Dormagener auf dem Trikot mit der Nummer 35 zeigen. Grbavac begann als Siebenjähriger mit dem Handballspiel beim HRK Izvidac, der in Ljubuski in Bosnien und Herzegowina beheimatet ist. Dort studierte er auch und machte seinen Master of Law. Sein herausragender Erfolg ist die Vize-Weltmeisterschaft mit der kroatischen U19 im Jahre 2013. Seine internationale sportliche Laufbahn setzte er vor drei Jahren mit seinem Wechsel zu Vaci KSE in Ungarn fort. Die nächste Station war AHC Dunărea Călărași in Rumänien, bevor Grbavac nach Österreich ging.

André Meuser steigt mit seiner Körpergröße von 2,03 Metern hoch, um für Rostock ein Tor aus dem rechten Rückraum zu erzielen. (Foto: TSV/HCE)

Auch Linkshänder André Meuser vom Drittligisten HC Empor Rostock hat am Höhenberg einen Vertrag für zwei Spielzeiten unterschrieben. Der 21-jährige Halbrechte kann mit dem HCE aktuell noch in die Zweite Liga aufsteigen. In der Relegation der Meister der vier Dritten Ligen unterlag Rostock in Hin- und Rückspiel nur hauchdünn der HSG Krefeld, die damit genau wie der ThSV Einsenach aufgestiegen ist. Meuser und Empor müssen in einer weiteren Relegation gegen die HSG Konstanz nachsitzen. Der 2,07 Meter lange und 103 Kilogramm schwere Rückraumspieler verspürte nach sieben Jahren in Rostock „einfach mal das Bedürfnis, handballerisch etwas Neues zu probieren“. Der mit 127 Treffern drittbeste Torschütze des HCE möchte in Dormagen nicht zuletzt sein Abwehrspiel verbessern. Meuser, der vor einem Jahr das Abitur machte, möchte nach seinem Umzug ein duales Studium aufnehmen oder „Soziale Arbeit“ studieren. In einem Jahr will ihm seine Freundin Hanna folgen und im Rheinland Zahnmedizin studieren. Meusers Hobby gefällt sicher auch dem TSV-Vorsitzenden Karl-Josef Ellrich, der ebenfalls ein leidenschaftlicher Angler ist. (-oli/eb)

SPD kontert FDP-Kritik

Nach der jüngsten Sitzung des städtischen Jugendhilfeausschusses zeigt sich die FDP-Fraktion verärgert, weil SPD und CDU angeblich ihre Mehrheit in diesem Gremium „eiskalt“ ausgenutzt hätten. „Da hat die FDP wohl übersehen, dass die Koalition in dem Fachausschuss lediglich über sechs von 15 Stimmen verfügt“, betont Michael Dries, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Es sei also gar nicht möglich, einen Mehrheitsbeschluss nur mit den Stimmen der Großen Koalition durchzusetzen. „Um einen ordentlichen Beschluss zu fassen, bedarf es immer auch der Unterstützung weiterer Ausschussmitglieder“, so Dries.

Die FDP-Fraktion stelle zudem die These auf, dass nach einem Beschluss des Jugendhilfeausschusses (JHA) alle Eltern von kinderreichen Familien von Vergünstigungen auf die Musikschulgebühren durch den Familienpass des Rhein-Kreises Neuss ausgeschlossen würden. „Auch das ist falsch“, erläutert Dries (Foto auf Startseite: Archiv). Die beschlossenen Richtlinien zum Familienpass berücksichtigten auch Familien, deren monatliches Einkommen bis zu 15 Prozent über den Bedarfssätzen nach dem SGB II beziehungsweise SGB XII liegen. Dabei können dann beispielsweise Familien mit drei Kindern – einschließlich der Eltern – mit einem Monatseinkommen von deutlich mehr als 3.000 Euro die Vergünstigungen durch den Familienpass in Anspruch nehmen. „Es ist Unsinn, wenn die FDP in diesem Zusammenhang behauptet, Eltern mit niedrigem Einkommen werden zur Kasse gebeten“, erklärte der SPD-Fraktionssprecher im JHA. Weiterhin entbehre die Behauptung, dass auf Druck der FDP die Senkung der Elternbeiträge für Kita- und OGS-Betreuung zustande gekommen seien, jeder Grundlage: „Jeder weiß, dass die SPD in den Beratungen zum Haushalt 2019/20 eine weitreichende finanzielle Entlastung von Familien gefordert hat. Der Vorschlag der FDP, nur die Einkommensgrenzen anzuheben, wäre lediglich wenigen Familien zugutegekommen.“ Die „überschaubare“ Forderung der Liberalen sei, so Dries, in dem entscheidenden gemeinsamen Antrag von SPD und CDU berücksichtigt worden.

„Wenn am Ende von Diskussionen und dem Austausch aller nur möglichen Argumente zu einem Thema dann noch Beratungsbedarf angemeldet wird, ist dies ein klares Zeichen dafür, dass ein Beschluss verschleppt werden soll“, so Dries zu einem weiteren Vorwurf der FDP, Vertagungsanträgen nur zuzustimmen, wenn dies im Interesse der Großen Koalition läge. „Da ist es doch klar, dass sich die Mehrheit aller Ausschussmitglieder nicht an diesem Spiel beteiligt“, ergänzte der SPD-Politiker. „Entweder hat die FDP versucht Geschenke für Gut- und Besserverdienende auf Kosten des Steuerzahlers durchzusetzen und ist jetzt beleidigt oder sie war schlichtweg nicht vernünftig vorbereitet“, merkte Dries an. (eb/-oli)

VoiceOver mit Mixtape

Die Halbfinale-Teilnahme beim WDR-Wettbewerb „Der beste Chor im Westen“ war für den Jugendchor „VoiceOver“ im Chorhaus St. Michael Dormagen im November vergangenen Jahres ein absoluter Höhepunkt. Am Samstag, 29. Juni, um 16 Uhr und um 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, 30. Juni, um 16 Uhr stehen in der „Kulle“ an der Langemarkstraße die drei nächsten Highlights für die jungen Sänger an. Sie laden zu ihren Konzerten „Mixtape“ ein. RA-Redaktionsleiter Oliver Baum sprach mit Chorleiter Felix Schirmer über das, was war, und über das, was die Konzertbesucher Ende Juni erwartet.

RA: Was ist aus dem Chorwettbewerb im WDR hängen geblieben?
Schirmer:
Da haben wir nur die rund 20 Jugendlichen aus dem Leistungsbereich dabei gehabt. Die mussten in der Vorbereitung hart arbeiten und sehr diszipliniert sein. Sie haben sich alle tierisch reingehängt und man konnte sehen, wie sich die Leistungen innerhalb kurzer Zeit sehr verbessert haben. Dass wir im Halbfinale ausgeschieden sind, das war zwar schade, aber wir sind weit gekommen und haben uns in einem Wettbewerb mit teilweise semiprofessionellen Chören gut behauptet. Natürlich ist so eine Fernsehproduktion spannend mitzuerleben, aber am Ende kommt es nur darauf an, dass Du auf die Bühne gehst und Deine Leistung abrufst. Das ist uns gelungen.

RA: Wann haben die Vorbereitungen für die „Mixtape“-Konzerte begonnen, was steht bis Ende Juni noch an?
Schirmer:
Die ersten Stücke haben wir schon im vergangenen Jahr erarbeitet. Seit Januar laufen die konkreten Vorbereitungen für die Organisation, für das Marketing, für den Vorverkauf, der ja schon begonnen hat. Den Konzerttitel und die Stücke haben Lisa Meier und ich zusammen mit den Jugendlichen ausgesucht. Derzeit wird ganz normal geprobt, so wie sonst auch. Das geht auch schulisch nicht anders, denn wir nehmen da auf die Klausurphasen Rücksicht. An Fronleichnam werden wir trotz des Feiertags vier Stunden miteinander arbeiten. Hinzu kommt ein zusätzliches Vorbereitungswochenende für unseren Leistungsbereich im „Haus Venusberg“ in Bonn, da diese Gruppe auch in den Konzerten ein paar zusätzliche musikalische Aufgaben übernehmen wird. Spannend wird es dann in der Konzertwoche, wo donnerstags die Hauptprobe und freitags die Generalprobe ist.

RA: Was steht denn bei „Mixtape“ auf dem Programm?
Schirmer:
Der Bogen reicht von Bruno Mars und The Weeknd über Avicii bis zu Jarle Bernhoft. Es wird ein Mix, ein gemischtes Tonband – der Konzerttitel besagt es. Vor der Pause werden zehn Stücke zu hören sein. Der zweite Teil ist dann etwas offener gehalten, denn da haben wir ja unsere „special guests“, den Beatbox-Vizeweltmeister Roxor Loops und die Sängerin Jasmin Rose dabei.

Beatbox-Vizeweltmeister Roxor Loops und die Sängerin Jasmin Rose. (Foto: privat)

RA: Was wird anders?
Schirmer:
Die beiden haben eine Sonderrolle. Vor der Pause sind sie die Begleitung des Chors, nach der Pause werden sie mit eigenen Stücken auftreten. Dann ist der Chor ihre Begleitung im Hintergrund. Dabei wird wie schon einmal in einem Konzert von „VoiceOver“ mit der Improvisationstechnik des „Vocal Paintings“ gearbeitet. Das wird spannend, denn dabei wird vor allem der Chor improvisatorisch gefragt sein. Zumal es eine erste gemeinsame Probe erst an dem Donnerstag vor den Konzerten geben wird. Aufgrund dieser besonderen Konstellation haben wir diesmal keine Begleitband. Ein Klavier ist aber dabei.

RA: Wie ist der Kontakt zu dem Beatboxer und der Sängerin zustande gekommen?
Schirmer:
Ich kenne beide aus meiner Zeit in Dänemark, als ich dort studiert habe. Die beiden waren dort auch Studenten, wir haben uns angefreundet. Damit die Jugendlichen die beiden auch schon mal vor der Hauptprobe gesehen haben, werden wir bei einer Probe mal eine Online-Zuschaltung per Computer machen. (Oliver Baum)

Eintrittskarten (keine Sitzplatzreservierung) gibt es in der City-Buchhandlung, Kölner Straße 58 in der Innenstadt, und per E-Mail an „karten@chorhaus-dormagen.de“. Der Vorverkauf läuft seit dem 11. Mai. Das Ticket für einen Erwachsenen kostet 12 €, ermäßigt für Kinder und Jugendliche sind es 6 €.