Rückschlag bei LGD-Sanierung

Das Wirtschaftsministerium des Landes NRW hat über die Schließung des Förderprogramms „Rheinisches Revier“ informiert. Dies hat nach Angaben der Stadt unmittelbare Auswirkungen auf die geplante Sanierung des Leibniz-Gymnasiums Dormagen (LGD).

Die Förderquote von energetischen Sanierungen in kommunalen Gebäuden lag bei 95 Prozent. Die geplanten Gesamtkosten für das Projekt im Schulzentrum Hackenbroich beliefen sich auf rund 70 Millionen Euro und können durch die Stadt alleine nicht getragen werden. Vergleichbare Förderprogramme gibt es demnach derzeit nicht. Unklar ist auch, ob es eine Neuauflage des gerade beendeten Förderprogramms geben wird.

„Deshalb muss die bisherige Planung einer umfassenden Generalsanierung inklusive Interimsgebäude neu bewertet werden. Die Verwaltung wird zwei alternative Szenarien untersuchen: Zum einen soll geprüft werden, ob und an welchem Standort ein möglicher Neubau in Frage käme. Die zweite Variante wäre eine schrittweise Sanierung während des laufenden Schulbetriebs. Dazu könnte die leerstehende Fläche der Realschule genutzt werden. Beide Varianten werden in Bezug auf ihre Wirtschaftlichkeit und die zeitliche Dauer geprüft und gegenübergestellt“, teilte die Verwaltung am Vormittag mit. Berücksichtigt werden sollen zwingend erforderliche Maßnahmen in den Bereichen Brandschutz, Haustechnik (Heizungs- und Sanitäranlagen, bedarfsgerechte Elektroversorgung und IT-Ausstattung) und Dach, aber auch wünschenswerte Maßnahmen, wie beispielsweise die Runderneuerung der Decken, Wände und Böden, eine energieoptimierte Fassade, Grundrissanpassungen und erneuerte Außenanlagen.

„Diese Nachricht hat uns schwer getroffen und wirft uns in unseren Planungen zurück. Dennoch wollen wir für alle Beteiligten schnellstmöglich eine Lösung finden. Diese Lösung wird aufgrund der aktuell sehr angespannten Haushaltssituation sicher nicht so ausfallen, wie es mit dem Fördergeld möglich gewesen wäre. Dennoch ist es unser Ziel, eine möglichst umfassende Sanierung durchführen zu können“, erklärte Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Die Untersuchung der beiden neuen Szenarien werde mehrere Monaten dauern. Die sich aktuell am Markt befindlichen europaweiten Vergabeverfahren für die Planungsleistungen werden gestoppt. Nach Abschluss der Variantenprüfung werden die Ergebnisse zunächst mit der Schulgemeinde und in den politischen Gremien beraten. (-oli/md)