Öffentliche Trauerfeier, Spendenkonto und Kondolenzbücher

Nach dem gewaltsamen Tod des 14-jährigen Yosef zeigt sich in Dormagen seit Tagen eine enorme Anteilnahme. Um möglichst allen Menschen eine Gelegenheit zum Abschiednehmen zu geben, organisiert die Stadt in Abstimmung mit der Familie mit den Delhovener Vereinen und der Realschule Hackenbroich eine öffentliche Trauerfeier. Sie beginnt am Freitag, 6. Februar, um 13.30 Uhr auf dem Kunstrasensportplatz in Delhoven. Parkmöglichkeiten stehen in unmittelbarer Nähe auf dem Bolzplatz sowie auf dem Reitplatz zur Verfügung. Die Anfahrt zu beiden Parkflächen erfolgt über den Walter-Reuber-Weg. Weitere Parkflächen gibt es im Bereich des Klosters Knechtsteden. Da mit einem hohen Besucheraufkommen gerechnet wird, empfiehlt sich eine rechtzeitige Anreise. Im Gegensatz dazu ist die anschließende Beerdigung nicht öffentlich.

Um die Familie in dieser schweren Zeit auch finanziell zu unterstützen, hat die Stadt zusammen mit den Vereinen und Schulen ein Hilfskonto ein. Wer seine Solidarität auch finanziell zum Ausdruck bringen möchte, kann ab sofort Geld auf folgendes Konto überweisen:

Kontoinhaber: Stadt Dormagen

IBAN: DE 27 3055 0000 0000 3305 22
Verwendungszweck: Dormagen hilft

Das bisher gesammelte Geld wird diesem Konto gutgeschrieben. Das Geld wird vollständig an die Familie weitergeleitet. Spendenquittungen können nicht ausgestellt werden.

Darüber hinaus werden ab Mittwoch, 4. Februar zwei Kondolenzbücher ausgelegt, in denen Bürger ihre Anteilnahme, Gedanken und Beileidsbekundungen hinterlassen können. Ein Buch liegt im Eingangsbereich des Neuen Rathauses am Paul-Wierich-Platz 2 während der regulären Öffnungszeiten aus. Diese sind montags und dienstags von 8.30 bis 17 Uhr, mittwochs von 8.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 14 Uhr. Ein weiteres Kondolenzbuch befindet sich im Geschäftszimmer des FC Delhoven am Walter-Reuber-Weg. Dort können sich Anteilnehmende montags bis donnerstags von 17 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags während des Spielbetriebs oder nach Absprache unter Tel. 0163/133 50 89 eintragen. (md/-oli)

Polizei wertet Spuren und Hinweise aus

Soeben wurde eine Pressmitteilung der Mordkommission der Polizei veröffentlicht, die „weiterhin auf Hochtouren an der Aufklärung der Tötung eines 14-Jährigen in Hackenbroich“ arbeitet. Aktuell würden die Ermittler Spuren auswerten und Hinweisen nachgehen. Die Polizei bittet weiter um sachdienliche Hinweise, die unter Tel. 0211/870-0 entgegengenommen werden. „Sobald es neue Erkenntnisse in diesem Fall gibt, werden diese über die offiziellen Kanäle der Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt gegeben“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung. (-oli/md)

Gelungene Jubiläumsfeier

Der Musikzug der Feuerwehr (vorne) und das Tambourcorps Concodia musizierten im Festzelt gekonnt zusammen. (Foto: -oli)

Ein volles Festzelt konnte der Vorstand der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Gohr rund um Brudermeister Michael Klefisch am vergangenen Sonntag anlässlich des Sebastianusfestes vermelden. Nach der Heiligen Messe in der Kirche St. Odilia war das Regiment zum Festzelt am Bruderschaftsweg gezogen, um dort das 100-jährige Bestehen der Schützenbruderschaft zu feiern. Dort hin kamen nicht nur viele Mitglieder der Dorfgemeinschaft, zum Beispiel der Jecken der „Turfgrafen“, sondern auch Schützenabordnungen aus Nievenheim und Delrath. Der stellvertretende Bürgermeister Thomas Freitag überbrachte Klefisch Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt Dormagen. Für beste musikalische Unterhaltung sorgte der Musikzug der Feuerwehr Dormagen unter der Leitung von Markus Plachta, der zweimal zwei Stücke zusammen mit dem Tambourcorps Concodia Gohr unter der Leitung von Tambourmajor Simon Schade intonierte (Foto). Passend zur Jubiläumsfeier war dabei an erster Stelle der Marsch „In Harmonie vereint“ von Siegfried Rundel zu hören. Harmonisch und stimmungsvoll ging es im Festzelt weiter, in dem Klefisch die Moderation übernommen hatte. Höhepunkt war die Präsentation von 5.000 Fotos aus der Historie der Bruderschaft, die auf einer Großbildleinwand gezeigt wurden und reges Interesse fanden. Ab 14 Uhr gab es dann, passend dazu, auch Kaffee und Kuchen. Die ausführliche Berichterstattung über das Sebastianusfest folgt am Samstag, 7. Februar, in der Printausgabe von Rheinischer Anzeiger/Schaufenster. (O. Baum)

Polizei zählte 37 Taten

In der vergangenen Woche ist es insgesamt zu 37 Einbrüchen respektive Einbruchsversuchen im Gebiet des Rhein-Kreises Neuss gekommen. In Neuss schlugen mutmaßliche Einbrecher 24 mal zu. Vier Taten hat die Polizei in Dormagen verzeichnet sowie jeweils drei in Korschenbroich und Meerbusch. In Grevenbroich kam es zu zwei Taten und in Kaarst zu einer. Einbrecher nutzen gezielt den Schutz der frühen Dunkelheit, um in Häuser und Wohnungen einzudringen. Die Polizei ermittelt in jedem Fall, ruft aber auch die Bevölkerung auf, bei der Einbruchsbekämpfung mitzuwirken. Zum einen hilft erwiesenermaßen eine aufmerksame Nachbarschaft: Wer verdächtige Beobachtungen macht, sollte sofort den Notruf 110 wählen und mögliche Details – Zahl der Verdächtigen, Personenbeschreibung, Fluchtwege und -fahrzeuge – übermitteln. (md/-oli)

Große Beteiligung an Trauerzug

Anlässlich des Todes des 14-jährigen Schülers der Realschule Hackenbroich gab es am Samstag, 31. Januar, um 17 Uhr einen Trauerzug vom Waldsee in Hackenbroich aus bis zum Walter-Reuber-Weg in Delhoven, wo der Getötete mit seiner Familie in einer städtischen Unterkunft lebte. Veranstalterin des Trauerzuges war Kerstin Ruhe, eine Nachbarin der Familie. Die Durchführung erfolgt in enger Abstimmung mit der Familie des verstorbenen Jugendlichen. Mehr als 1.000 Menschen gingen mit, auch am Straßenrand war sehr viel los – unter anderem säumten in Delhoven unzählige Kerzen den Weg zu der Unterkunft. Ruhe hatte am Freitagvormittag ihren Vorschlag für den Trauerzug bei Facebook gepostet. Die Stadtverwaltung unter der Federführung von Bürgermeister Erik Lierenfeld versuchte darauf hin, den passenden organisatorischen Rahmen zu schaffen: So kam es am Samstag schon ab 15 Uhr zu verkehrlichen Einschränkungen und Sperrungen im betroffenen Bereich. Die Salm-Reifferscheidt-Allee wurde zwischen dem Kreisverkehr Salm-Reifferscheidt-Allee/Hackenbroicher Straße und der Stommelner Straße vollständig gesperrt. Ab 17 Uhr, als sich der Trauerzug in Bewegung setzte, kam es zu weiteren Sperrungen zwischen Delhoven und Hackenbroich – in Delhoven insbesondere auf der Hauptstraße. Überregionale Medien, darunter der Fernsehsender RTL, berichteten über den Zug. (-oli)

Belohnungen ausgelobt

Im Zuge der Ermittlungen rund um den Leichenfund am Waldsee in Hackenbroich von vergangenen Mittwoch (meinDormagen berichtete mehrfach) haben Beamte des Kriminalkommissariats 11 des Polizeipräsidiums Düsseldorf zahlreiche Befragungen und Vernehmungen von Zeugen vorgenommen. Die Spuren und Hinweise werden fortlaufend ausgewertet, deuten zum jetzigen Zeitpunkt – so die Kripo – auf ein Kapitalverbrechen hin. Bislang kam es aber nicht zur Ergreifung eines Tatverdächtigen. Daher loben die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und die Stadt Dormagen jeweils eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Verurteilung eines Tatverdächtigen führen. Sachdienliche Hinweise für die Mordkommission „Waldsee“ nimmt die Polizei unter Tel. 02131/300-0 oder 0211/870-0 sowie per E-Mail an poststelle@polizei.nrw.de oder persönlich an jeder Polizeidienststelle entgegen. (-oli/md)

Forstarbeiten im Tannenbusch

Seit dem heutigen Freitag, 30. Januar, erfolgen im Tannenbusch bei Delhoven Forstarbeiten. Die Waldflächen werden im Rahmen einer nachhaltigen Nutzung durchforstet, um gesunde Bäume zu fördern und den Eichenprachtkäfer einzudämmen. Die Maßnahme wird gemeinsam vom städtischen Grünflächenamt sowie vom Landesbetrieb „Wald und Holz NRW“ durchgeführt. Die Arbeiten finden auch am Holzweg statt. Wege werden kurzzeitig gesperrt. Die Stadt bittet ausdrücklich darum, die Sperrungen zur eigenen Sicherheit zu beachten. (md/-oli)