Grundsteuer C ab 1. Januar 2027

Der Rat der Stadt Dormagen hat am Dienstag, 19. Mai, mehrheitlich die Einführung der Grundsteuer C zum 1. Januar 2027 beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Eigentümer unbebauter, aber baureifer Grundstücke über die geplante Regelung zu informieren. Nach aktuellen Prüfungen erfüllen derzeit 236 Grundstücke im Stadtgebiet die Voraussetzungen für die Grundsteuer C. Mit der Maßnahme sollen zusätzliche Anreize geschafft werden, um dringend benötigten Wohnraum zu gewinnen, indem baureife Flächen einer Bebauung zugeführt werden. Die Stadt ist bereit, die Grundstücke zum jeweiligen Bodenrichtwert anzukaufen.

Zudem wurde das Sicherheitskonzept für die geplante Polleranlage für die Zugänge zur Kölner Straße in der Innenstadt beschlossen. Das sieht vor, dass im ersten Schritt die Betonblöcke an der Kölner Straße durch absenkbare Poller getauscht werden. Mit den dabei gewonnenen Erfahrungen wird dann ein Umsetzungskonzept für Zons erarbeitet und zu gegebener Zeit dem Stadtrat vorgelegt. An der Kölner Straße sollen die Poller sowohl am südlichen als auch am nördlichen Ende (Nettergasse und Marktstraße) installiert werden. Diese werden dauerhaft hochgefahren sein. Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Anwohner mit Sondergenehmigung können die Poller jederzeit passieren. Außerhalb von Märkten und Veranstaltungen ist zwischen 5 und 11 Uhr ein Passieren für Berechtigte möglich. Die Poller senken sich bei Heranfahren ab. Dies ermöglicht dem Lieferverkehr den Zugang zur Kölner Straße. Für alle anderen ohne Sondergenehmigung ist das Befahren der Kölner Straße generell verboten. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 420.000 Euro.

Aufgrund eines Bürgerantrags wurde darüber hinaus über die geplante Kindertagesstätte auf dem Gelände der Lukaskirche in Stürzelberg diskutiert. Unter anderem ging es um die vorgesehene Größe der Einrichtung, den Standort und die Verkehrssituation. Beschlossen wurde, dass die Kita fünfgruppig anstatt sechsgruppig sein wird. Zur Parkplatzsituation informierte Hans-Werner Wenzel vom Evangelischen Sozialwerk, das Träger der Kita sein wird, dass bereits 16 Parkplätze zur Verfügung stehen und weitere sechs Kurzzeitparkplätze geschaffen werden. So würden insgesamt 22 Plätze zur Verfügung stehen. (-oli/md)

Bodenuntersuchungen auf Zuckerfabrik-Gelände

Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik an der Europastraße beginnen in Kürze Bodenuntersuchungen. Die Maßnahmen sind Teil der Projektentwicklung und mit der Stadt Dormagen abgestimmt. Eigentümerin des Areals ist die in Moers ansässige EDEKA Rhein-Ruhr. Ziel der Untersuchungen ist es, die Boden- und Baugrundverhältnisse genauer zu analysieren und so eine verlässliche Grundlage für die nächsten Planungsschritte zu schaffen. Die Arbeiten werden von Mittwoch, 27. Mai, bis einschließlich Freitag, 29. Mai, vorgenommen. Beeinträchtigungen für die Anwohner wird es laut Edeka nicht geben. Geplant sind unter anderem Bohrungen sowie Schürfungen mithilfe von Baggern. Derartige Untersuchungen gehören bei der Entwicklung größerer Flächen zu den üblichen technischen und geologischen Vorbereitungen. (md/-oli)

Rückschlag bei LGD-Sanierung

Das Wirtschaftsministerium des Landes NRW hat über die Schließung des Förderprogramms „Rheinisches Revier“ informiert. Dies hat nach Angaben der Stadt unmittelbare Auswirkungen auf die geplante Sanierung des Leibniz-Gymnasiums Dormagen (LGD).

Die Förderquote von energetischen Sanierungen in kommunalen Gebäuden lag bei 95 Prozent. Die geplanten Gesamtkosten für das Projekt im Schulzentrum Hackenbroich beliefen sich auf rund 70 Millionen Euro und können durch die Stadt alleine nicht getragen werden. Vergleichbare Förderprogramme gibt es demnach derzeit nicht. Unklar ist auch, ob es eine Neuauflage des gerade beendeten Förderprogramms geben wird.

„Deshalb muss die bisherige Planung einer umfassenden Generalsanierung inklusive Interimsgebäude neu bewertet werden. Die Verwaltung wird zwei alternative Szenarien untersuchen: Zum einen soll geprüft werden, ob und an welchem Standort ein möglicher Neubau in Frage käme. Die zweite Variante wäre eine schrittweise Sanierung während des laufenden Schulbetriebs. Dazu könnte die leerstehende Fläche der Realschule genutzt werden. Beide Varianten werden in Bezug auf ihre Wirtschaftlichkeit und die zeitliche Dauer geprüft und gegenübergestellt“, teilte die Verwaltung am Vormittag mit. Berücksichtigt werden sollen zwingend erforderliche Maßnahmen in den Bereichen Brandschutz, Haustechnik (Heizungs- und Sanitäranlagen, bedarfsgerechte Elektroversorgung und IT-Ausstattung) und Dach, aber auch wünschenswerte Maßnahmen, wie beispielsweise die Runderneuerung der Decken, Wände und Böden, eine energieoptimierte Fassade, Grundrissanpassungen und erneuerte Außenanlagen.

„Diese Nachricht hat uns schwer getroffen und wirft uns in unseren Planungen zurück. Dennoch wollen wir für alle Beteiligten schnellstmöglich eine Lösung finden. Diese Lösung wird aufgrund der aktuell sehr angespannten Haushaltssituation sicher nicht so ausfallen, wie es mit dem Fördergeld möglich gewesen wäre. Dennoch ist es unser Ziel, eine möglichst umfassende Sanierung durchführen zu können“, erklärte Bürgermeister Erik Lierenfeld.

Die Untersuchung der beiden neuen Szenarien werde mehrere Monaten dauern. Die sich aktuell am Markt befindlichen europaweiten Vergabeverfahren für die Planungsleistungen werden gestoppt. Nach Abschluss der Variantenprüfung werden die Ergebnisse zunächst mit der Schulgemeinde und in den politischen Gremien beraten. (-oli/md)

Digitaltag für Kinder und Jugendliche

Am Freitag, 26. Juni, steht bundesweit der siebte Digitaltag an. Er soll Menschen zusammenbringen, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten sowie Chancen und Herausforderungen zu diskutieren. Auch im Rhein-Kreis Neuss beteiligen sich daran zahlreiche Akteure mit vielfältigen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Ziel ist es, digitale Technologien verständlich zu vermitteln und praxisnah erlebbar zu machen.

Im Rhein-Kreis Neuss engagieren sich insbesondere die Partner des Coding-Netzwerks mit einem gemeinsamen Programm. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von öffentlichen Einrichtungen und gemeinnützigen Organisationen im Kreisgebiet und steht für eine enge interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Bildung. Ziel ist es, Kompetenzen im Bereich Programmierung, Robotik und Medien zu bündeln und durch gemeinsame Angebote nachhaltig zu stärken. Die Aktionen am Digitaltag richten sich an unterschiedliche Altersgruppen und ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zu digitalen Themen. Kinder und Jugendliche können beispielsweise erste Erfahrungen im Programmieren sammeln, 3D-Druck ausprobieren oder kreative Anwendungen digital umsetzen. Ein Überblick:

– „Klick & Klang – gestalte dein sprechendes Umwelt-Plakat“, ein Angebot des Medienzentrums Rhein-Kreis Neuss und des Netzwerks „Zukunft durch Innovation“ in Kooperation mit dem TüftelLab. Weitere Informationen im Internet: https://rkn.nrw/pr260.

– „Einführung in den 3D-Druck“, Stadtbibliothek Dormagen: https://rkn.nrw/pr264

– „Entdecke Künstliche Intelligenz im Makerspace“, Stadtbibliothek Neuss: https://rkn.nrw/pr266.

Ob erste Programmiererfahrung oder kreative Digitalprojekte – der Aktionstag bietet die Gelegenheit, Zukunftstechnologien selbst auszuprobieren. Interessierte Kinder, Jugendliche und Familien sind eingeladen, die Angebote im Rhein-Kreis Neuss zu entdecken und Digitalisierung aktiv zu erleben. Informationen und Anmeldungen ab sofort bei den jeweiligen Veranstaltern. (md/-oli)

Zwei weitere Baustellen mit Straßensperrungen

Nach der Vollsperrung auf der K12 im Bereich von Horrem stehen zwei weiteren Baumaßnahmen im Stadtgebiet mit Straßensperrungen an: Ab Dienstag, 26. Mai, kommt es in Hackenbroich und ab Freitag, 29. Mai, zwischen Nievenheim und Gohr aufgrund von Bauarbeiten zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

In Hackenbroich ist ab Dienstag, 26. Mai, die Dormagener Straße betroffen, wo es zu Verkehrsbehinderungen kommen kann. Grund dafür sind Arbeiten zur Verlegung einer Wasserleitung im Abschnitt zwischen der Claudiusstraße und Raiffeisenstraße. Die Maßnahmen, die durch die energieversorgung dormagen (evd) beauftragt sind, sollen voraussichtlich bis zum 3. Juli abgeschlossen sein. Während der Bauzeit wird die Dormagener Straße in dem Bereich voll gesperrt. Rettungsfahrzeuge und die Müllabfuhr können den Abschnitt weiter passieren. Eine Umleitung ist über die Salm-Reifferscheidt-Allee und die Roggendorfer Straße ausgeschildert. Von der Sperrung sind auch die Buslinien 881, 885E und WE/NE3 betroffen. Die Haltestellen „Dorfstraße“ und „Wieskirchenstraße“ können während der Bauarbeiten nicht bedient werden. Als Ersatz stehen die Haltestelle „Hackhauser Straße“ sowie die eingerichteten Ersatzhaltestellen an der Roggendorfer Straße im Einmündungsbereich zur Dormagener Straße zur Verfügung.

Zudem wird die L35 zwischen Nievenheim und Gohr von Freitag, 29. Mai, bis Sonntag, 31. Mai, aufgrund von Arbeiten an mehreren Schadstellen vollständig gesperrt. Der betroffene Abschnitt liegt zwischen der Karl-Küffler-Straße und der Straße „In Ückerath“ auf Höhe des Waldparkplatzes. Eine Umleitung für beide Fahrtrichtungen wird entsprechend ausgeschildert. Im Busverkehr sind dort die Linien 883, WE1 und NE1 betroffen. Die Haltestellen „Südstraße Steig 1“, „Forsthausstraße“, „Mühlenbusch“, „In der Lüh“ und „Josef-Schwarz-Straße“ können an den drei Tagen nicht bedient werden. Als Ersatz stehen die Haltestelle „Südstraße Steig 2“ sowie die Haltestelle „Am Kamp“ zur Verfügung. Die Busse werden zwischen dem Nievenheim Sportplatz und der Bergheimer Straße in Gohr über Neuss-Rosellerheide umgeleitet. (-oli/md)

Zweimal nur noch wenige Tickets

Zwei Veranstaltungen aus der Kabarett-Saison 2026/27 in der Kulle, Langemarkstraße 1-3 in der Innenstadt, nähern sich dem Ausverkauf. So kann das Kulturbüro der Stadt Dormagen für die Kabarett-Komödie „Stadt Land Sockenschuss“ mit der Berliner Distel am Samstag, 7. November, um 20 Uhr nur noch knapp 50 Eintrittskarten anbieten. Stets frühzeitig ausverkauft ist in Dormagen die „Schlachtplatte“. Robert Griess, Nora Boeckler, Hosea Ratschiller und Gilly Alfeo bilden diesmal das Ensemble, das am Freitag, 8. Januar 2027, um 20 Uhr in der Kulle zur kabarettistischen Jahresendabrechnung bittet. Einzeltickets und die beliebten Wunsch-Abos mit mindestens drei Vorstellungen nach Wahl gibt es im Ticket-Shop online auf dormagen.reservix.de und in der City-Buchhandlung Dormagen, Kölner Straße 110. (md/-oli)

Kein Einbruch vor Ort

Einbrecher schlugen in der vergangenen Woche in 13 Fällen im Rhein-Kreis Neuss zu. Jeweils zwei Taten ereigneten sich in Kaarst und Grevenbroich, vier in Neuss und fünf in Meerbusch. In allen Fällen ermittelt die Polizei. Die polizeiliche Erfahrung zeigt, dass Einbrecher häufig unter Zeitdruck und mit einfachem Werkzeug vorgehen. Deswegen können schon einfache Sicherungsmaßnahmen an besonders gefährdeten Stellen – Terrassentüren, Fenstern oder Türen – helfen, unerwünschte Eindringlinge abzuschrecken. Hierfür bietet die Polizei kostenlose Beratung für Mieter und Eigentümer von Häusern und Wohnungen. Die Experten des Bereichs Kriminalprävention kommen zu Ihnen und geben Tipps zu möglichen Sicherungsmaßnahmen. Ein Termin kann unter Tel. 02131/300-0 vereinbart werden. (md/-oli)