Führung am Mittwoch

Das Kreismuseum Zons bleibt karnevalsbedingt von heute an bis einschließlich Dienstag, 17. Februar, zu. Ab Mittwoch, 18. Februar, ist das Museum wieder zu den regulären Besuchszeiten geöffnet. An diesem Tag wird um 14 Uhr eine öffentliche Führung durch die aktuelle Ausstellung „Formenspiel und Farbenrausch – Christian Neureuther und der Wächtersbacher Jugendstil. Keramiken aus den Sammlungen Ulrich Berting und Dr. Jörg Eisert“ angeboten. Geometrische Ornamente, florale Motive oder beides in Kombination – Präsentiert wird eine Auswahl von etwa 180 Keramiken der Kunstabteilung Wächtersbach Christian Neureuther aus der Zeit von etwa 1901 bis 1921. Darunter Entwürfe von Künstlern der Darmstädter Künstlerkolonie sowie für die Deutsche Werkbundausstellung in Köln 1914. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Gegenüberstellung von Keramiken aus der Steingutfabrik Villeroy & Boch Dresden aus der Sammlung Dr. Jörg Eisert. Die Teilnahme an der Führung kostet 5 Euro pro Person, inklusive Museumseintritt. Mitglieder des Museumsfördervereins zahlen nur 1 Euro. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine Anmeldung per E-Mail an kreismuseum-zons@rhein-kreis-neuss.de oder unter Tel. 02133/5 30 20 gebeten. (md/-oli)

Umzüge umfahren

Am Karnevalssonntag, 15. Februar, kann es in Dormagen aufgrund mehrerer parallel laufender Karnevalsumzüge insbesondere ab 14 Uhr zu Verkehrseinschränkungen kommen. Darauf weist die Stadtverwaltung hin. Betroffen sind insbesondere Nievenheim, Delhoven und Straberg. In Nievenheim wird die Neusser Straße als zentrale Verkehrsachse von etwa 14 bis 15 Uhr vollständig gesperrt. Zudem führen die Umzüge in Straberg und Delhoven zu weiteren Straßensperrungen und Einschränkungen. Eine Umfahrung der betroffenen Bereiche ist daher nur eingeschränkt möglich. Das städtische Ordnungsamt bittet alle Bürger, die genannten Ortsteile nach Möglichkeit weiträumig zu umfahren und mehr Fahrzeit einzuplanen. (md/-oli)

Arbeiten an Brücke

Auf der Provinzialstraße (L 280) im Dormagener Zentrum müssen von Dienstag, 24. Februar, bis Donnerstag, 26. Februar, Instandsetzungsarbeiten an der Brücke der Deutschen Bahn an der Unterführung nahe der Abzweigung in die Bahnhofstraße vorgenommen werden. Während der Bauarbeiten kann es dort zu Verkehrsbehinderungen kommen. Verkehrsteilnehme wird empfohlen, mehr Zeit einzuplanen und den Bereich möglichst zu umfahren. (md/-oli)

„KL-EI-NE Ausstellung“

Das Kreismuseum Zons zeigt anlässlich des 40-jährigen Ostereiermarkt-Jubiläums an der Schloßstraße 1 ab sofort eine „KL-EI-NE Ausstellung“, in der ausgewählte Objekte aus der Ostereiersammlung des Museums präsentiert werden. Hierbei handelt es sich um einen Querschnitt der Kunstwerke der Teilnehmer des Marktes aus Vergangenheit und Gegenwart. Die Ausstellung ist bis zum 12. April kostenfrei im Café des Museums zu sehen. Dort sind 74 Eier ausgestellt, die in ihrer Gestaltung kaum unterschiedlicher sein könnten. Während die einen mit Blüten, bunten Perlen oder winzigen Strohstückchen verziert wurden, dienen die anderen als Leinwand für fein gemalte Motive. Diese reichen von Landschaften über Märchen bis hin zu klassischen Ostermotiven. Des Weiteren finden sich im Café-Bereich Ei-Objekte, in deren Schale kunstvolle Muster gefräst oder geätzt worden sind. (md/-oli)

Führung durch den FriedWald

Die FriedWald-Förster bieten am Samstag, 14. Februar, um 15 Uhr eine kostenlose Führung im FriedWald an. Während des Spaziergangs erfahren die Teilnehmenden, wie eine Bestattung im Wald funktioniert, welche Grabarten es gibt und wie die Kosten gestaltet sind. Wer über Vorsorge nachdenkt, kann sich vor Ort informieren und vielleicht schon den passenden Baum entdecken. Die Führung dauert etwa eine Stunde. Treffpunkt ist die Infotafel am FriedWald-Parkplatz; Navigationspunkt: Parkplatz Chorbusch, Further Weg, 50769 Köln. Eine Anmeldung online auf www.friedwald.de/dormagen oder unter Tel. 06155/84 81 00 ist erforderlich. (md/av)

Unfallzeugen gesucht

Die Polizei ist auf der Suche nach einem Verkehrsteilnehmer, der am Donnerstag, 5. Februar, an einem Unfall beteiligt war. Der Autofahrer war gegen 18 Uhr in Horrem unterwegs, fuhr von der Heinrich-Meising-Straße aus kommend in Richtung Weilerstraße. Auf Höhe einer Engstelle missachtete er offenbar den Vorrang eines 14-Jährigen, der die Straße auf einem E-Scooter in die Gegenrichtung befuhr. Der Jugendliche konnte eine Kollision nur durch Ausweichen verhindern, kam dabei aber zu Fall und verletzte sich leicht. Der Autofahrer fuhr weiter, ohne anzuhalten. Mehrere Zeugen sollen den Unfall beobachtet haben. Das Verkehrskommissariat 1 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss ist auf der Suche nach diesen Personen, die sachdienliche Angaben machen können. Bei dem Auto soll es sich um einen silbernen Mercedes mit Neusser Kennzeichen gehandelt haben. Hinweise nehmen die Ermittler unter Tel. 02131/300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de an. (-oli/md)

Dorfgemeinschaft trauert um Yosef

Rund 800 Menschen kamen am Freitagmittag, 6. Februar, auf dem Sportplatz in Delhoven zusammen, um gemeinsam mit seiner Familie vom getöteten 14-jährigen Yosef Abschied zu nehmen. Die Anteilnahme an dem Tod des Schülers, dessen Leiche am Mittwoch der Vorwoche am Hackenbroicher Waldsee gefunden worden war, war riesig. Nach dem Song „I’m not what happened to me“ eröffnete Bürgermeister Erik Lierenfeld die Trauerfeier und betonte, dass man hier zusammengekommen sei, um der Familie zu zeigen, dass sie nicht alleine ist. Auch der religiöse Teil, gestaltet durch Pfarrer Beza Mengistu (Äthiopisch-Orthodoxe Gemeinde), den katholischen Pfarrvikar Pater Jaison Kavalakatt und die evangelische Pfarrerin Stefanie Eschbach, lud zum gemeinsamen Innehalten und Beten ein. Anschließend erklang „Diamonds“ von Rihanna, ein Song, den Yosef immer gerne gehört hat. Ein sehr bewegender Moment.

Rund 800 Menschen kamen auf dem Sportplatz in Delhoven zusammen, um um den 14-jährigen Yosef zu trauern. (Foto: -av)

Auch in den Wortbeiträgen von Menschen, die Wegbegleiter von Yosef waren, wurde es emotional. Die Schülersprecherin der Realschule Hackenbroich, Luisa Terracina, erinnerte sich an ihren Mitschüler: „Yosef war etwas ganz besonderes. Sein Lächeln hat immer über den ganzen Schulhof gestrahlt. Er war immer für alle da und hat als Klassensprecher Verantwortung übernommen. Die Lücke, die er hinterlässt, ist deutlich spürbar.“ Seine Mannschaft des FC Delhoven schoss bei der Trauerfeier symbolisch ein Tor für ihn. Klar ist: Yosef war beliebt und seine positive Art, sein Lächeln wird allen in Erinnerung bleiben. Im Anschluss an die Trauerfeier wurde Yosef im engsten Familienkreis auf dem Delhovener Friedhof beigesetzt. (Amelie Vallbracht)