Letzte Sommerführung

Am Mittwoch, 5. August, bietet das Kreisarchiv um 15 Uhr – letztmalig in diesem Jahr – seine beliebte Sommerführung „Burg und Archiv“ an. Die Geschichte der Burganlage mit einer Innenbesichtigung des ansonsten nicht zugänglichen Torturms steht dabei ebenso auf dem Programm wie der Besuch des Archivs inklusive des Magazins. Treffpunkt ist der Hof vor der Nordhalle des Kreiskulturzentrums an der Schloßstraße 1. Die Besichtigung des Turms ist nicht barrierefrei. Die Führung ist kostenfrei und dauert eine Stunde. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 02133/53 02 10 oder per E-Mail an kreisarchiv@rhein-kreis-neuss.de. (md/-oli)

Landwirt schwer verletzt

Am Samstag, 1. August, ereignete sich gegen 16.55 Uhr in Delhoven ein schwerer Arbeitsunfall auf einer Viehweide im Bereich des Holzweges. Der 59-jährige Landwirt wurde bei Arbeiten mit Weidevieh von einem Rind überlaufen und erlitt dabei schwere Verletzungen. Zuvor beabsichtigte der Dormagener mit Mitarbeitern das Weidevieh in einen Transporter zu führen, um es auf eine neue Weide zu bringen. Das Rind sträubte sich aber, wollte den Anhänger nicht betreten, rannte panisch aus dem Transporter und über den hinter ihm, im Eingangsbereich, arbeitenden Landwirt. Dieser wurde vor Ort medizinisch durch einen Notarzt versorgt und im Anschluss mit einem Rettungshubschrauber in eine umliegende Klinik transportiert. Das Rind lief noch im Bereich der eingezäunten Weide umher, ehe es durch eine Tierärztin sediert und durch weitere Mitarbeiter des landwirtschaftlichen Betriebes auf den Hof abtransportiert werden konnte. (md/-oli)

Schadstoffe ab ins EGN-Mobil

Das Schadstoffmobil steht den Bürgern in Dormagen für die kostenlose und bequeme Entsorgung von Sonderabfällen in ihrer Nähe zur Verfügung. Schadstoffe sind Materialien, die beim Menschen gesundheitliche Schäden hervorrufen können oder die Umwelt beeinträchtigen. Die Zeiten und Annahmeplätze in diesem Monat:
Dienstag, 4. August – 9.30 bis 12 Uhr Innenstadt, Parkplatz Unter den Hecken; 13 bis 14.30 Uhr Rheinfeld, Piwipper Straße 15-17, Parkplatz; 15 bis 16.30 Uhr Zons, Herrenweg, Rheintorparkplatz
Dienstag, 11. August – 9.30 bis 10.45 Uhr Nievenheim, Am Sportplatz, Am Schützenplatz; 11.15 bis 12.30 Uhr Gohr, Kirchplatz; 13.30 bis 14.45 Uhr Stürzelberg, Sportparkplatz, Am Weißen Stein; 15.15 bis 16.30 Uhr Delrath, Gabrielstraße, Alte Schule
Dienstag, 18. August – 9.30 bis 12 Uhr Innenstadt, Parkplatz Unter den Hecken; 13 bis 14.30 Uhr Rheinfeld, Piwipper Straße 15-17, Parkplatz; 15 bis 16.30 Uhr Zons, Herrenweg, Rheintorparkplatz
Samstag, 29. August – 8 bis 9 Uhr Nievenheim, Am Sportplatz, Am Schützenplatz; 9.30 bis 10.15 Uhr Gohr, Kirchplatz; 10.45 bis 11.30 Uhr Stürzelberg, Sportparkplatz, Am Weißen Stein; 12 bis 13 Uhr Delrath, Gabrielstraße, Alte Schule.
Das Schadstoffmobil nimmt Sondermüll von A wie Abbeize bis Z wie Zementfarbe an. Nähere Hinweise gibt es im Abfallkalender der Stadt, der zu Jahresbeginn an alle Haushalte verteilt wurde. Weitere Infos gibt es bei Angela Schmitz vom Umweltteam unter Tel. 02133/257-2067. (-oli/md)

Wer hat die Kaninchen ausgesetzt?

Die Nachtschicht bietet für die Polizei manchmal aufregende, manchmal auch unangenehme Einsätze – manchmal ist auch etwas Schönes dabei. So in der Nacht zu Freitag, 31. Juli: Kurz nach Mitternacht wurde die Polizei von einem Bürger kontaktiert, der auf der L69 unweit von Gohr eine Gruppe von Hauskaninchen gefunden hatte. Die herrenlosen Tiere hoppelten im Bereich der Fahrbahn herum, so, dass der Finder sechs Tiere zur ihrer eigenen Sicherheit einfing und anschließend der Polizei übergab. Für die Horde begann damit eine nächtliche Odyssee durch den Rhein-Kreis Neuss. Zunächst sollten sie in eine Tierklinik gebracht werden, dort wurden sie aber nicht aufgenommen, da keines der Kaninchen verletzt war. Also ging es für die Tiere mit dem Streifenwagen zur Wache in Grevenbroich, wo sie provisorisch versorgt wurden. Schließlich fand sich eine fachkundige Unterbringung: ein örtliches Tierheim. Kurz nach 3 Uhr wurden alle sechs Kaninchen dort abgegeben. Nach Angaben der Fachleute sind sie etwas verängstigt, haben die nächtlichen Abenteuer aber gut überstanden. In ihrem neuen, vorübergehenden Zuhause wird die Rasselbande nun tierärztlich behandelt und vorsorglich geimpft. Im Anschluss warten die Tiere darauf, nach einer vorgeschriebenen Vorhaltezeit in liebevolle Hände abgegeben zu werden. Die Frage, von wo die Kaninchen auf die Landstraße gekommen sind und wer sie offenbar ausgesetzt hat, bleibt offen. Hinweise hierzu nimmt die Polizei unter Tel. 02131/300-0 pder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de entgegen. (md/-oli)

Zweimal länger auf

In diesem Sommer bietet das KreisMuseum an der Schloßstraße 1 in Zons an ausgewählten Terminen verlängerte Öffnungszeiten an. Am Dienstag, 4. August, und am Dienstag, 18. August, kann das Museum bis 20 Uhr besucht werden. Zu sehen sind dort derzeit die Ausstellungen „Selten. Silber. Orivit. Rheinische Jugendstilschätze mit internationalem Flair. Die Sammlung Julius Rohm“ und „Malerisches Zons. Schätze aus der Gemäldeausstellung“ sowie die Dauerausstellung „Zinn zur Zierde“. (md/-oli)

Bunter Mix an Live-Musik

Das Winfried-Bode-Trio spielt am Sonntag, 2. August, um 15.15 Uhr im Internationalen Phono+Radio-Museum Dormagen, Bahnhofstraße 2-4 in der Innenstadt. Der Kölner Sänger, Gitarrist und Songwriter ist ein  Kind der 50er- und 60er-Jahre. Die musikalische Vielfalt der „goldenen Jahre“ der populären Musik spiegelt sich in seinem Repertoire wider: ein bunter Stilmix aus Rock ’n‘ Roll, Country, Folk, Blues und Schlagern. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Kultur willkommen. Die Museumsführung startet um 14.15 Uhr. Platzreservierungen nimmt Volkmar Hess unter Tel. 02162/4 51 28 und per E-Mail an volkmar@grammofon.de  entgegen. (md/-oli)

Machbarkeitsstudie für Wertstoffhof wird geprüft

Im Stadtgebiet sorgen neben dem städtischen Baubetriebshof zahlreiche Flächenpaten dafür, dass Dormagen eine saubere Stadt ist und bleibt. Unterstütztung kommt zudem von der Gruppe „Rhein clean up“. Darüber hinaus sammeln einmal im Jahr mehr als 5.000 Freiwillige beim „Frühjahrsputz“ einen Vormittag lang zusammen den Müll im gesamten Stadtgebiet. Alle engagieren sich ehrenamtlich. Dafür bedankte sich die Stadt mit einer Einladung zum Austausch in der Kulle.

Rund 50 dieser Ehrenamtler nahmen an der Sauberkeitskonferenz teil, berichteten von ihren Erfahrungen und gaben Hinweise auf vorhandene Mängel. „Die Flächenpaten sind unsere Augen und Ohren in der Stadt, was die Sauberkeit angeht. Wir haben mehrere gute Ideen und Verbesserungsvorschläge mitnehmen können und werden einige davon zeitnah umsetzen. Ich danke allen Engagierten für ihren unermüdlichen Einsatz“, so Bürgermeister Erik Lierenfeld. Die Verwaltung sei für alle Hinweise aus der Bürgerschaft dankbar, die über den Mängelmelder eingereicht werden. Eine Verbesserungsidee aus der Vergangenheit war unter anderem der Austausch von Müllbehältern. Dieser ist bereits teilweise umgesetzt. Insgesamt hat die Stadt aber noch nicht den passenden Behälter (Austausch bei einem kaputten Mülleimer) gefunden, der allen Ansprüchen genügt. Insgesamt gibt es mehr als 1.000 Müllbehälter im Stadtgebiet. An mehreren öffentlichen Mülleimern in der Innenstadt wurden zudem Sensoren installiert, die den Füllstand des Behälters aufzeichnen und übermitteln. So soll auch das Intervall der Leerung überprüft werden. Als nächstes soll dieses System in Straberg eingesetzt werden, um weitere Erfahrungen zu sammeln. Eine weitere Idee zur Verbesserung der Müllentsorgung ist die Einführung eines Wertstoffhofes in Dormagen. Dann müssten die Bürger nicht mehr mit größeren Mengen an Unrat zur Mülldeponie nach Neuss fahren. Das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie liegt seit Mai vor und wird zurzeit verwaltungsintern geprüft. Der Stadtrat muss danach überlegen, wie die Finanzierung eines solchen Wertstoffhofes gesichert werden kann.

Da sich die Kosten für die Entsorgung von wildem Müll jährlich in Dormagen auf rund 600.000 Euro belaufen, plant die Stadt zudem eine Aufklärungskampagne. „Wenn wir die 600.000 Euro Entsorgungskosten einsparen würden, könnten wir dafür beispielsweise zwei nagelneue Spielplätze oder drei Skater- oder Calisthenics-Anlagen bauen, 400 bis 500 neue Bäume pflanzen oder einen Bürgerhaushalt einführen“, so der Verwaltungschef. Geplant ist zudem eine erneute Taschenaschenbecheraktion, bei der die kleinen Behälter an Raucher ausgeteilt werden. Zeitgleich wird das im Laufe des Jahres personell verstärkte Ordnungsamt durch mehr Kontrollen und Gespräche mehr Aufklärungsarbeit leisten. Für eine originelle Reduzierung der Zigarettenkippen sollen demnächst öffentliche Abstimm-Aschenbecher sorgen. Die speziellen Kästen sind in zwei Hälften geteilt mit zwei getrennten Einwurfschlitzen. Jede Öffnung steht für eine Antwort auf eine einfache Frage. Mit der Entsorgung ihrer Zigarettenkippe geben Raucher so gleichzeitig ihre Stimme ab.  Durch eine transparente Vorderseite ist der Abstimmungsstand jederzeit sichtbar.

Aus der Bürgerschaft selbst kommen über den Mängelmelder jährlich mehrere tausend Hinweise. 2025 waren es 2.984 Meldungen, bis zum 30. Juni 2026 bereits 1.730. Einige von ihnen stammen auch von den Flächenpaten, die auch bei dem jetzigen Austausch weitere gute Hinweise gaben. Alle Hinweise und Ideen wurden von der Verwaltung aufgenommen und werden nun geprüft. (-oli/md)