In Nachbarschaft aufpassen

In der vergangenen Woche ist es insgesamt zu 16 Einbrüchen respektive Einbruchsversuchen im Gebiet des Rhein-Kreis Neuss gekommen. In Neuss schlugen mutmaßliche Einbrecher sechs Mal zu. Vier Taten hat die Polizei in Meerbusch verzeichnet sowie jeweils zwei Taten in Korschenbroich, Grevenbroich und Dormagen. Einbrecher nutzen gezielt den Schutz der frühen Dunkelheit, um in Häuser und Wohnungen einzudringen. Die Polizei ermittelt in jedem Fall, ruft aber auch die Bevölkerung auf, bei der Einbruchsbekämpfung mitzuwirken. Zum einen hilft erwiesenermaßen eine aufmerksame Nachbarschaft: Wer verdächtige Beobachtungen macht, sollte sofort den Notruf 110 wählen und mögliche Details – Zahl der Verdächtigen, Personenbeschreibung, Fluchtwege und -fahrzeuge – übermitteln.

Außerdem können Eigentümer und Mieter von Häusern und Wohnungen durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen bereits im Vorfeld verhindern, dass es zu einem Einbruch kommt. Einbrecher agieren häufig unter Zeitdruck und mit einfachen Werkzeugen, wenn der Einstieg noch sofort gelingt, lassen sie meist von ihrem Vorhaben ab. Deswegen können Sicherungen an besonders beliebten Angriffspunkten – etwa Fenstern oder Terrassentüren – helfen. Welche Möglichkeiten es hierzu gibt, dazu beraten Experten der Polizei bei kostenfreien Vor-Ort-Terminen, die unter Tel. 02131/300-0 vereinbart werden können. (md/-oli)

Fahrerflucht: Zeugen gesucht

Im Nachgang eines Unfalls, der sich am Dienstag, 30. Dezember 2025, ereignet hat, ist die Polizei nun auf der Suche nach einem flüchtigen Autofahrer. Dieser soll in Dormagen gegen 6.40 Uhr von der Johannes-Bock-Straße kommend in die Nettergasse, Fahrtrichtung K18, abgebogen sein. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem 40-jährigen Fahrradfahrer, der auf der Nettergasse fuhr. Dieser kam zu Fall und verletzte sich leicht. Der Autofahrer setzte seine Fahrt offenbar fort, ohne anzuhalten.Unterwegs war er in einem schwarzen BMW mit Kölner Kennzeichen. Hinweise nimmt die Polizei per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de oder unter Tel. 02131/300-0 an. (md/-oli)

Stromversorgung unterbrochen

In der Nacht von Freitag, 9. Januar, auf Samstag, 10. Januar, kam es zwischen 1.40 und 3 Uhr zu einer großflächigen Stromversorgungsunterbrechung in Horrem. Betroffen waren 30 Stationen in Teilen von Horrem sowie der Einkaufs- und Gewerbepark TopWest rund um die Hamburger Straße, Lübecker Straße, Kieler Straße und Flensburger Straße. Zwischen 3 und 3.55 Uhr kam es außerdem zu mehreren kurzzeitigen Versorgungsunterbrechungen von unter einer Minute. Betroffen waren davon 15 Stationen in Teilen von Horrem, der Innenstadt und Zons. „Die Kollegen vom Entstördienst waren schnell vor Ort und für alle betroffenen Stationen konnte die Versorgung bereits wiederhergestellt werden“, teilte die energieversorgung dormagen (evd) am Samstag um 12.14 Uhr mit. Das Unternehmen schließt eine Manipulation als Ursache aus. Die Untersuchungen dazu laufen derzeit unter anderem durch den Einsatz eines Kabelmesswagens. (-oli/md)

Polizei hofft auf Hinweise

Polizeibeamte des Kriminalkommissariats 25, der Polizeiwache Dormagen und weitere Kräfte der Polizei im Rhein-Kreis Neuss waren am Freitagvormittag, 9. Januar, in Hackenbroich unterwegs, klingelten an Wohnungs- und Haustüren und verteilten Flugblätter. Grund dafür waren die Ausschreitungen in der Silvesternacht (meinDormagen berichtete).

Bisher sind dazu nach Angaben der Ermittler noch nicht ausreichend Hinweise eingegangen. Die Polizisten waren von Tür zu Tür unterwegs und erhoffen sich weitere Hinweise. Zudem wurden der örtliche Einzelhandel, die Schulen und weitere Einrichtungen in dem Stadtteil eingebunden. Informationsblätter und Aushänge wurden verteilt. Vorrangiges Ziel war die Generierung sachdienlicher Hinweise, die zur Identifizierung und Ergreifung der Tatverdächtigen führen. Ebenso wurde in zahlreichen Gesprächen über die Gefahren nicht zugelassener oder manipulierter Pyrotechnik aufgeklärt. Hinweise werden unter Tel. 02131/300-0, per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de oder online auf https://nrw.hinweisportal.de/ angenommen. (md/-oli)

Defizit von rund 2,3 Millionen Euro

Die Verwaltung der Stadt Dormagen hat heute Vormittag den Ratsmitgliedern den Haushaltsentwurf für 2026 zugeschickt – insgesamt 980 Seiten in drei Bänden. Die Planung schließt mit einem Defizit von 2,319 Millionen Euro, das durch die Ausgleichsrücklage – derzeit bei rund 50,8 Millionen Euro – ausgeglichen werden soll. Ein Abrutschen in die Haushaltssicherung kann demnach vermieden werden.

In einer Pressekonferenz erörterten die vier Mitglieder des Verwaltungsvorstandes heute Mittag im Neuen Rathaus die Details. Kämmerer Dr. Torsten Spillmann betonte dabei, dass „das Vermeiden der Haushaltssicherung immer schwieriger wird.“ Er hatte eifrig Zeitungen gelesen und dort die Situation in anderen Kommunen sowie auf Landesebene beobachtet. Das Fazit zog Bürgermeister Erik Lierenfeld in einer begleitenden Presseinformation: „Die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen bleibt unser zentrales Problem. Vor allem die stetig steigenden Pflichtaufgaben und Transferaufwendungen engen unseren Handlungsspielraum immer weiter ein. Bund und Land stellen zwar Förderprogramme bereit. Diese sind jedoch überwiegend investiv und helfen kaum bei der Bewältigung der laufenden Kosten.“

Alleine die Kreisumlage steige im Vergleich zu 2024 um rund zehn Millionen Euro auf 45,1 Millionen Euro. Der gesamte Bereich der Transferaufwendungen mache mittlerweile rund 40 Prozent aller Ausgaben aus. Die Schere zwischen den Einnahmen und den Aufwendungen gehe immer weiter auseinander. Prognostiziert auf den Zeitraum bis 2029 sorge das dafür, dass die Ausgleichsrücklage 2028 aufgebraucht sein könnte. Danach geht es an die allgemeine Rücklage, aus der 2029 erstmals eine Entnahme erforderlich sein könnte. „Das ist aber der Blick in die Glaskugel. Die mittelfristige Finanzplanung ist noch nie so eingetroffen, wie sich die Zahlen in der dortigen Prognose darstellten“, so der Bürgermeister. Aktuelles Beispiel dafür sei 2025, in dem es einen Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen gab und am Jahresende eine Haushaltssperre verhängt werden musste. „Das brauchen wir nicht noch einmal. Wir haben kaufmännisch geplant“, führte der Verwaltungschef aus. Der Rahmen für die Kassenkredite soll daher wie im Vorjahr bei 343 Millionen Euro bleiben.

Bewegt werden sollen auf der Einnahmeseite des städtischen Haushaltes geschätzt um die 290 Millionen Euro. Die Einnahmen liegen darunter und machen das Defizit von rund 2,3 Millionen Euro aus. Konkretere Zahlen zu Erträgen und Aufwendungen waren der Präsentation des Kämmerers mit dem farbigen Zwei-Säulen-Diagramm nicht zu entnehmen. Dafür gab es konkrete Konsolidierungsvorschläge an die Politik, die insbesondere den Bereich der Elternbeiträge für die Beutreuung ihrer Kinder in einer Kindertagesstätte (Kita) und Offenen Ganztagsschule (OGS) betreffen. Statt wie bisher drei beitragsfreie letzte Kita-Jahre sollen ab dem 1. August nur noch die letzten beiden Jahre kostenfrei bleiben. Zudem ist eine Anpassung der Elternbeiträge für Jahreseinkommen ab 75.000 Euro um 20 Prozent vorgesehen. Bis zu einem Einkommen von 75.000 Euro bleiben die Beiträge für Kita und OGS weiter kostenlos. Darüber hinaus wird eine zusätzliche Spitzeneinkommensklasse ab 130.000 Euro mit einer weiteren Steigerung um 20 Prozent eingeführt. Auf der anderen Seite gilt aber auch das: Eltern können Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend machen. Berücksichtigt werden Ausgaben bis zu 6.000 Euro pro Kind und Jahr, von denen 80 Prozent – also maximal 4.800 Euro – als Sonderausgaben direkt absetzbar sind. Und: Aufgrund gestiegener Lebensmittelkosten soll es eine Erhöhung des Entgelts für das Kita-Mittagessen von 56 auf 84 Euro monatlich geben.

Das Budgetrecht liegt beim Stadtrat. Es stehen nun die Beratungen des Etatentwurfs in den Fraktionen, in den Fachausschüssen und danach im Hauptausschuss (20. März) an. Die Beschlussfassung ist für die Ratssitzung am 26. März vorgesehen. Fest steht schon heute: Der Neubau der Realschule Hackenbroich wird in diesem Jahr fertig und soll insgesamt 44,6 Millionen Euro inklusive Sportaußenflächen kosten. Es handelt sich um den größten Investitionsposten, der 2026 abgeschlossen wird. Trotz der angespannten finanziellen Lage sollen mittelfristig weitere große Investitionen wie in den LernOrt Horrem (49 Millionen Euro) und eine neue Dreifachturnhalle an der Konrad-Adenauer-Straße mit Außensportbereich (16,4 Millionen Euro) folgen. Wo es irgendwie nur geht, sollen weiter Zuschüsse abgegriffen werden – über den Digitalpakt, die Sportmilliarde und den NRW-Plan für gute Infrastruktur. Gelingt es dabei, mit den eigenen Projekten komplett zum Zuge zu kommen, dann würden mittelfristig Zuschüsse von rund 70 Millionen Euro nach Dormagen fließen. Steuerhöhungen soll es keine geben. (Oliver Baum)

Ausstellung im Kulturhaus

Vom Ölbild bis zur Skulptur, vom Foto bis zum Objekt: Gisela Gelzhäuser, Ruth Kruschat, Gerda Kreuzer-Hemmers, Inge Martin, Susanne Pfefferkorn und Uwe Scherenberger zeigen von Mittwoch, 14. Januar, bis Freitag, 13. Februar, in der Glasgalerie des Kulturhauses der Stadt Dormagen, Langemarkstraße 1-3, eine Auswahl ihrer Kunstwerke. „…und jetzt?“ lautet der Titel der Gemeinschaftsausstellung. Das Sextett vertritt unterschiedliche künstlerische Strömungen und Techniken und präsentiert eine Bandbreite an Ausdrucksformen. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 14. Januar, um 19.30 Uhr in der Glasgalerie von Bürgermeister Erik Lierenfeld eröffnet. Interessierte sind dazu eingeladen. Anschließend ist sie bis zum 13. Februar jeweils montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. (md/av/-oli)

Uhlmann im Gespräch

Susanne Uhlman lädt für Mittwoch, 14. Januar, zur SPD-Bürgersprechstunde ein. Von 18 bis 19 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, Fragen, Ideen und Anliegen persönlich vorzubringen und aktuelle politische Themen zu besprechen. Uhlman ist auf Kreisebene vielfältig politisch engagiert – in diversen Ausschüssen des Kreistages und als Beisitzerin im SPD-Kreisvorstand. Weitere Informationen gibt es unter Tel. 02133/979 96 88. (md/-oli)