Rote und grüne Markierung

Wer in diesen Tagen im Chorbusch am Friedwald, im Waldbereich an der Klosterstraße und auch im Knechtstedener Wald spazieren geht, hört schon von weitem die Motorsägen. Denn im Winter ist Holzerntezeit. Mancherorts sieht man schon das Ergebnis: gefällte Bäume. Der Wald ist nicht nur Erholungsraum, sondern auch Wirtschaftsbetrieb.

Im Knechtstedener Wald werden die Wälder nach dem Prinzip der naturgemäßen Forstwirtschaft nachhaltig bewirtschaftet und gepflegt. „Wir verzichten auf Kahlschläge, richten uns an den natürlichen Prozessen aus, achten auf den Bodenschutz und orientieren uns einzelbaumweise an der Gesamtstruktur des Waldes“, erklärt Revierförster Frank Pechtheyden. Zum Prinzip des naturgemäßen Waldbaus gehört die regelmäßige, selektive Durchforstung, aber auch die Förderung von Zukunftsbäumen. „Meistens merkt der Waldbesucher kaum, dass wir fällen. Das liegt daran, dass die nächste Baumgeneration schon so groß ist, dass es kaum auffällt, wenn wir an manchen Stellen einzelne Bäume entnehmen“, so der Förster. Eine Eiche als Lichtbaumart zum Beispiel brauche Platz, damit sich ihre Krone voll entfalten kann. Das bedeute, dass für diese sogenannten Zukunftsbäume Nachbarbäume, die im Fachjargon Bedränger genannt werden, entnommen werden müssen.

Diese Bäume werden im Wald rot markiert und geben so dem Besucher den Hinweis, dass der Baum demnächst gefällt wird. Dazu zählen auch Bäume, die eine Gefahr für die Besucher darstellen. Zum Beispiel dann, wenn sie nicht mehr stabil am Wegesrand stehen oder durch Kronensterben ein Ast herunterstürzen könnte. Dies ist leider insbesondere bei der Esche in den vergangenen Jahren ein großes Problem, da sie durch das „Eschentriebsterben“ besonders leidet und abstirbt. Ebenso gibt es leider in manchen Eichenbeständen Probleme durch Trockenschäden und den dadurch angelockten Eichenprachtkäfer, der ähnlich wie der Borkenkäfer bei den Fichten die Leitungs- und Versorgungsbahnen unterhalb der Rinde durchfrisst und somit zum Absterben der Bäume führt. Um einen weiteren Befall gesunder Bäume zu verhindern, kann eine rechtzeitige Ernte sie noch für die Holznutzung zum Beispiel als Bauholz retten. Bei den normalen Durchforstungen wird durch die Entnahme der „Bedränger“ das Kronen- und Wurzelwachstum der Zukunftsbäume gefördert und es gelangt auch mehr Licht auf den Waldboden. Dies hilft der in den Startlöchern stehenden nächsten Baumgeneration und vielen anderen Pflanzenarten zu wachsen und durch das gewonnene Wechselspiel von Licht und Schatten Stabilität, Struktur und Vielfalt in die Waldbestände zu bringen“, erklärt Pechtheyden. Die Zukunftsbäume sind mit einem grünen Ring gekennzeichnet. (md/-oli)

Nicht angehalten

Eine 59-Jährige befuhr am Samstag, 14. Februar, gegen 15.25 Uhr mit ihrem Pedelec den Radweg der Walhovener Straße in Rheinfeld. Sie beabsichtigte die Memeler Straße zu kreuzen, als ein unbekannter Pkw rechts in die Memeler Straße abbog. Die Dormagenerin versuchte dem Fahrzeug auszuweichen, stürzte dabei zu Boden und verletzte sich leicht. Der Fahrer des dunklen Pkws setze seine Fahrt einfach fort. Das Verkehrskommissariat 1 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen sowie die Person, die das Auto gefahren ist. Diese werden gebeten sich mit der Polizei unter Tel. 02131/300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de in Verbindung zu setzen. (md/-oli)

Müllcontainer brannten

In der Nacht zu Donnerstag, 19. Februar, haben in Horrem zwei Müllcontainer gebrannt. Am Kastanienweg standen kurz vor 2 Uhr ein Müllcontainer sowie eine angrenzende Hecke in Flammen. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen. Es entstand lediglich ein Sachschaden. Wenig später wurde die Polizei erneut alarmiert: ein Abfallbehälter am Fichtenweg, unweit des ersten Brandortes, war in Brand geraten. Das Feuer wurde durch die Feuerwehr ebenfalls vollständig gelöscht. Der Container wurde zerstört, an einem weiteren entstand Sachschaden. Außerdem wurde eine Mauer beschädigt.

In beiden Fällen verlief die Fahndung durch die Polizei negativ. Die Ermittlungen durch das Kriminalkommissariat 11 der Polizei im Rhein-Kreis Neuss dauern an. Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe und der allgemeinen Tatumstände kann eine mutwillige Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden. Zeugen, die weiterführende Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 02131/300-0 oder per E-Mail an poststelle.rhein-kreis-neuss@polizei.nrw.de bei den Ermittlern zu melden. (md/-oli)

Leerung wird nachgeholt

In Teilen von Nievenheim konnte die für den 17. Februar vorgesehene Leerung der gelben Tonnen nicht vollständig abgeschlossen werden. Das teilte die Stadtverwaltung jetzt mit. Wie die Firma Schönmackers mitteilt, kam es aufgrund eines Fahrzeugausfalls zu Verzögerungen. Die noch ausstehenden Leerungen werden im Laufe dieser Woche nachgeholt. Betroffene Haushalte werden gebeten, ihre gelben Tonnen bis zur Entleerung weiter am Straßenrand stehen zu lassen. Bei Rückfragen steht die Firma Schönmackers direkt zur Verfügung – unter Tel. 0800/888 43 73 und per E-Mail an service.kempen@schoenmackers.de

Hinweis: Die gelbe Tonne ist nicht Bestandteil der originären städtischen Abfallentsorgung, sondern Teil eines privatwirtschaftlich organisierten Systems, des sogenannten Dualen Systeme. Ein Vertragsverhältnis zwischen der Stadt und dem Entsorgungsunternehmen besteht daher nicht. (md/-oli)

Blutspenden unverzichtbar

Vor dem nahenden Frühlingsbeginn liegt die Fastenzeit. Viele Menschen stellen sich jetzt die Frage, auf was sie verzichten können und worauf nicht. Das Rote Kreuz sagt ganz klar: „Blutspenden sind unverzichtbar!“ Am Montag, 2. März, kann von 16 bis 19 Uhr im katholischen Pfarrzentrum von St. Katharina, Am Burggraben 4, wieder Blut gespendet werden. Spender müssen mindestens 18 Jahre alt sein und sich am Tag der Spende gesund fühlen. Mitzubringen sind der Personalausweis oder Führerschein. Vorab kann kostenfrei unter Tel. 0800/119 49 11 oder online auf www.blutspende.jetzt einen Termin gebucht werden, um Wartezeiten zu vermeiden. (-oli)

25 Taten im Kreisgebiet

In der vergangenen Woche ist es insgesamt zu 25 Einbrüchen beziehungsweise Einbruchsversuchen im Kreisgebiet gekommen. In Neuss schlugen mutmaßliche Einbrecher elfmal zu. In Grevenbroich verzeichnete die Polizei im Rhein-Kreis Neuss sechs Taten, in Meerbusch vier Taten und in Dormagen drei Taten. In Kaarst kam es zu einer Tat. Einbrecher nutzen gezielt den Schutz der frühen Dunkelheit, um in Häuser und Wohnungen einzudringen.

Die Polizei ermittelt in jedem Fall, ruft aber immer wieder die Bevölkerung auf, bei der Einbruchsbekämpfung mitzuwirken. Erwiesenermaßen hilft vor allem eine aufmerksame Nachbarschaft, wenn man selber nicht Zuhause ist. Wer verdächtige Beobachtungen macht, sollte sofort den Notruf 110 wählen und mögliche Details – Zahl der Verdächtigen, Beschreibung der beobachteten Personen, Fluchtwege und -fahrzeuge – übermitteln. (md/-oli)

Tolle Stimmung in City

Ausgelassene Stimmung herrschte am Samstagnachmittag auch an der Langemarktstraße. (Foto: -oli)

Es dürfte der längste Eintopfsamstagumzug in der Dormagener Innenstadt gewesen sein, der am vergangenen Samstag ab 14.11 Uhr vom Schützenplatz und der Walhovener Straße aus kommend für ausgelassene Stimmung auf den Straßen und am Straßenrand der City gesorgt hat. So war erstmals auch die Hauptwache der Feuerwehr Dormagen mit einem Wagen zuzüglich Fußgruppe dabei. Die veranstaltende Karnevalsgesellschaft „Ahl Dormagener Junge“ hatte ebenfalls einen neuen Wagen am Start. Tausende Jecken riefen von der Seite aus „Kamelle“ und wurden vor allem in der Fußgängerzone mit dem Höhepunkt am Platz vor dem Historischen Rathaus reichlich versorgt. Bei den Kamelle in diesem Jahr erstmals dabei: eingeschweißte Frikadellen mit Senf, Verfallsdatum noch nicht abgelaufen – na dann, Prost und Mahrzeit! Insgesamt acht Großwagen, 40 Gruppen und fünf Musikgruppen waren am Valentinstag dabei. Der guten Stimmung taten auch die teilweise großen Lücken, die während des Umzugs in der Formation entstanden, keinen Abbruch. So gab es alleine auf der Langemarkstraße ab der Kulle einmal ein fettes Loch von etwa 300 Metern. Kein Problem, dort ist bis zur Einmündung in die Nettergasse immer wieder auch von den Häusern aus bei privaten Feiern für beste Karnevalsmusik und Partystimmung gesorgt. Nach dem Umzug wurde in den Gaststätten der Innenstadt, so zum Beispiel in und am „Streetlife“, und im Schützenhaus des Bürger-Schützen-Vereins Dormagen munter weiter gefeiert. (O. Baum)