Im Gewölbekeller des Kreismuseums Zons findet am Donnerstag, 16. April, um 18 Uhr der Vortrag „Christian Neureuther und die Wächtersbacher Keramik“ statt. Der Sammler, Buchautor und stellvertretene Vorsitzende des Museums- und Geschichtsvereins Brachttal, Ulrich Berting beleuchtet den Werdegang Neureuthers und seine kunsthistorische Bedeutung. Neureuther, der 1882 als Schmelzmalerlehrling in der Wächtersbacher Steingutfabrik im hessischen Brachtal-Schlierbach begann, initiierte 1901 die Gründung einer kunstkeramischen Abteilung. Inspiriert durch die Jugendstil-Entwürfe der Darmstädter Künstlerkolonie wandte er sich von den historischen Vorbildern ab und modernisierte die Formen- und Dekorsprache der Steingutfabrik maßgeblich. Die Mitte des 18. Jahrhunderts in England entwickelte Steingutproduktion war einst eine florierende Branche, da es in der Herstellung kostengünstig und dem Porzellan ähnlich war. Anfang des 20. Jahrhunderts sind es in Deutschland vor allem die Wächtersbacher Steingutfabrik und Villeroy & Boch, die auf hohem künstlerischen Niveau Gebrauchsgeschirr, Gefäße und Wandplatten herstellten. Nach dem Vortrag gibt es hessische Köstlichkeiten wie Ebbelwoi. Die Kosten für Vortrag, Imbiss und Getränke betragen 16 Euro. Eine Anmeldung unter Tel. 02133/5 30 20 oder per E-Mail an kreismuseum-zons@rhein-kreis-neuss.de ist erforderlich. (md/av)










