Für die 35 Teilnehmer der Hospizbewegung Dormagen war es ein intensives Fortbildungswochenende im Kloster Langwaden. Dr. Annette Wille-Friederichs, Fachärztin für Innere Medizin und Palliativärztin sowie Klinische Direktorin des SAPV-Teams Köln, Rheinisch-Bergischer-Kreis und Dormagen, referierte über aktuelle und zugleich sensible Themen: den rechtlichen Rahmen des assistierten Suizids, Fragen der Suizidprävention, das sogenannte Sterbefasten, die palliative Sedierung sowie den Umgang mit Notfällen im ehrenamtlichen Einsatz. Die Ehrenamtlichen setzten sich intensiv mit medizinischen, ethischen und juristischen Aspekten auseinander und mit ihrer eigenen hospizlichen Haltung: Wo beginnt Selbstbestimmung? Wo braucht es Schutz? Wie können wir aufmerksam zuhören, ohne vorschnell zu bewerten? Deutlich wurde: Suizidprävention hat Vorrang. Palliativmedizin bedeutet, Menschen in schwerer Krankheit „wie mit einem Mantel zu umhüllen“ – ihre Lebensqualität, Würde und Selbstbestimmung stehen im Mittelpunkt. Gleichzeitig braucht es Klarheit im Umgang mit Todeswünschen, um zwischen situativer Verzweiflung und einer freiverantwortlichen Entscheidung differenzieren zu können. Qualifizierte Fortbildungen sind für die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen unverzichtbar. Sie geben Ehrenamtlichen Sicherheit, Fachwissen, Raum für Reflexion und stärken damit die hospizliche Arbeit. (md/-oli)









