Unverändert vier Fälle vor Ort

Im Rhein-Kreis Neuss ist – Stand Montagnachmittag, 13. Juli – bei 27 aktuell erkrankten Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Kreisweit 759 Personen sind wieder von der Infektion genesen. Von den aktuell mit dem Virus infizierten Personen wohnen elf in Grevenbroich, sieben in Neuss, vier in Dormagen, je zwei in Meerbusch und in Jüchen und eine Person in Korschenbroich. Unverändert 21 Menschen sind im Zusammenhang mit der Erkrankung verstorben. Insgesamt wurden im Rhein-Kreis Neuss 807 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Der Wert der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt bei 2,9. Sollte dieser 50 erreichen, müssten verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus getroffen werden. 4.550 Personen konnten bereits wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der 14-tägigen Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 131 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt. (md/av)

Wert sinkt auf 2,7

Im Rhein-Kreis Neuss ist – Stand Sonntagnachmittag, 12. Juli – bei 27 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Davon wohnen elf in Grevenbroich, sechs in Neuss, vier in Dormagen, drei in Meerbusch, zwei in Jüchen und eine Person in Korschenbroich. Insgesamt wurden im Kreisgebiet bisher 805 Infektionen mit dem SARS CoV-2 bestätigt. Kreisweit sind 757 Personen wieder von der Infektion genesen. Der Wert der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt bei 2,7 (Freitag, 10. Juli = 4,0). Sollte dieser 50 erreichen, müssten wieder verschärfte Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie getroffen werden. Insgesamt konnten 4.535 Personen wieder aus der Quarantäne entlassen werden, da sie nach Ablauf der Inkubationszeit keine Krankheitssymptome zeigten. Aktuell sind noch 139 Personen als begründete Verdachtsfälle in Quarantäne. (md/-oli)

Protest gegen Inobhutnahme

Nach der Versammlung vor dem Rathaus setzte sich der Demonstrationszug in Richtung Schützenplatz in Bewegung. (Fotos: -oli)

Am frühen Sonntagnachmittag, 12. Juli, kam es in der Dormagener Innenstadt zu einer Protestaktion gegen die Inobhutnahme zweier türkischer Kinder aus ihrer Familie durch das städtische Jugendamt. Auf dem Platz vor dem Historischen Rathaus versammelten sich ab etwa 14 Uhr immer mehr Menschen, teilweise mit Bannern und Schildern. Einige trugen neongelbe und -orange Warnwesten. Als die Zahl der Menschen immer größer wurde und als auch immer mehr Fahrzeuge und Motorräder in den Bereich der Fußgängerzone einfuhren (überwiegend mit auswärtigen Kennzeichen), rief ein Anwohner, der anonym bleiben möchte (Name ist der Redaktion bekannt), die Polizei an. Die erschien kurz danach mit mehreren Fahrzeugen und Beamten vor Ort. Es folgte ein längeres Gespräch mit den Verantwortlichen der Versammlung. Nach Informationen von meinDORMAGEN hatten diese bei der Polizei wohl nur eine Kundgebung auf dem Schützenplatz beantragt, nicht aber einen Demonstrationszug vom Rathausvorplatz über Kölner Straße und Walhovener Straße bis zum Schützenplatz. Die Polizei reagierte vor Ort offensichtlich sehr besonnen, ließ die Versammlung und den friedlichen Umzug der Demonstrierenden bis zum Schützenplatz zu. Die Menge versammelte sich erst im Bereich der Caféserie Lemke, des Eiscafés Bellini und der VR Bank-Filiale. Danach ging es vor den Eingangsbereich des Historischen Rathauses. Dabei gab es über ein Megafon Durchsagen, es wurde immer wieder laut applaudiert und gepfiffen. Beobachter berichteten von deutlich mehr als 1.000 Teilnehmern. Stadtpressesprecher Max Laufer erklärte auf Anfrage von meinDORMAGEN, dass der Stadt die Aktion im Vorfeld über Aktivitäten in den Sozialen Medien bekannt gewesen sei. Genehmigungen nach dem Versammlungsrecht erteilt nicht die Stadt, sondern die Polizei. Zum dem schwebenden Verfahren äußerte sich Laufer nicht. Im Raum steht der Vorwurf der Kindesmisshandlung durch den Familienvater. Die Eltern haben den Vorwurf von Anfang an entschieden zurückgewiesen und kämpfen vor Gericht um das Sorgerecht für ihre Kinder. Bürgermeister Erik Lierenfeld hatte sich Mitte Juni in einer Ansprache bei Facebook zu dem Vorgang geäußert („Jugendamt holte zwei Kinder aus Hackenbroicher Familie“, Gesamtausgabe von Rheinischer Anzeiger und Schaufenster zum Sonntag vom 20. Juni 2020, Seite 2). (-oli)