945 Infizierte kreisweit

Im Rhein-Kreis Neuss ist – Stand heute am späten Nachmittag – bei 945 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 40 zur Behandlung in einem Krankenhaus. Von den derzeit Infizierten wohnen 352 in Neuss, 140 in Dormagen, jeweils 125 in Grevenbroich und Meerbusch, 78 in Kaarst, 61 in Korschenbroich, 36 in Rommerskirchen und 28 in Jüchen. Insgesamt wurden im Kreisgebiet seit Pandemie-Beginn 3.038 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt; 2.063 Personen sind wieder von der Infektion genesen. Unverändert sind kreisweit bisher 30 Menschen in Verbidnung mit der Erkrankung an Covid-19 verstorben. Zurzeit sind 1.801 Personen als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes in Quarantäne. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Landeszentrums Gesundheit (LZG) Nordrhein-Westfalen liegt aktuell für den Rhein-Kreis Neuss bei 148,8 (vergangenen Freitag 141,5).

Zwei Schüler der Grundschule in Rommerskirchen-Frixheim und eine Lehrerin der Gutenberg-Grundschule in Kleinenbroich wurden positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Die beiden betroffenen Klassen der Schüler sowie drei Klassen, in denen die Lehrerin unterrichtet hat, wurden in Quarantäne gesetzt. Da an der Gutenberg-Grundschule nach Warnungen durch die Corona-App auch mehrere Lehrkräfte auf eine Infektion getestet werden müssen, kann dort vorerst kein Präsenzunterricht aufrechterhalten werden. An der Kindertagesstätte „Schatzkiste“ in Neuss-Holzheim wurden zwei Kinder positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet. Zwei Gruppen und die sie betreuenden Erzieher wurden in Quarantäne gesetzt. (md/-oli)

Das gilt ab Montag

Bund und Länder haben am vergangenen Mittwoch Kontaktbeschränkungen und Schließungen beschlossen, die am Montag, 2. November, deutschlandweit in Kraft treten und bis zum 30. November Gültigkeit haben. Die einzelnen Maßnahmen im Überblick:
1. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige aus zwei Haushalten treffen, insgesamt jedoch maximal 10 Personen

2. Alle Bürger sind aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland werden nur noch für notwendige Zwecke  – zum Beispiel Dienstreisen – und ausdrücklich nicht für touristische Nutzung zur Verfügung gestellt.

3. Folgende Freizeiteinrichtungen werden geschlossen

  • Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen, Kunstausstellungen, Galerien, öffentliche oder private Kultureinrichtungen
  • Burgen, Schlösser, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen
  • Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen)
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
  • Prostitutionsstätten, Bordelle, Swingerclubs und ähnliche Einrichtungen
  • Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen
  • Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen
  • Zoologische Gärten und Tierparks
  • der Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen.
Zulässig sind dagegen der Betrieb von Autokinos, Autotheatern und ähnlichen Einrichtungen, wenn der Abstand zwischen den Fahrzeugen mindestens 1,5 Meter beträgt.

4. Gastronomiebetriebe sowie Cafés, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.

5. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

6. Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. Dabei ist sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält.

Auskunft zu den Auflagen und Regelungen für einzelne Branchen erteilt auch das Ordnungsamt der Stadt Dormagen unter Tel. 02133/257-888. (md/-oli)

Todesopfer Nummer 30

Ein 84 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen aus Rommerskirchen ist an den Folgen einer Erkrankung mit dem Coronavirus verstorben. Das gab der Rhein-Kreis Neuss gerade bekannt. Damit ist die Zahl der Todesopfer im Kreisgebiet in Verbindung mit der Erkrankung an Covid-19 auf 30 gestiegen.

Kreisweit ist aktuell bei 892 Personen eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 40 zur Behandlung in einem Krankenhaus.Von den derzeit Infizierten wohnen 345 in Neuss, 127 in Dormagen, 119 in Meerbusch, 108 in Grevenbroich, 84 in Kaarst, 56 in Korschenbroich, 29 in Rommerskirchen und 24 in Jüchen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert des Landeszentrums Gesundheit (LZG) Nordrhein-Westfalen liegt aktuell für den Rhein-Kreis Neuss bei 141,5. Insgesamt wurden im Rhein-Kreis Neuss seit Pandemie-Beginn 2 836 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt; 1.914 Personen sind wieder von der Infektion genesen. Zurzeit sind 1.698 Personen als begründete Verdachtsfälle in Quarantäne.

In der Kindertagesstätte „Weltentdecker“ in Neuss musste wegen eines positiv auf Corona getesteten Erziehers für eine Gruppe Quarantäne angeordnet werden, außerdem für weitere Erzieherinnen. In der Kindertagesstätte „Wirbelwind“ – ebenfalls in Neuss – wurde eine Erzieherin positiv getestet, so dass eine Gruppe und 15 weitere Kinder unter Quarantäne stehen sowie derzeit vier weitere Erzieherinnen.

„Leider ist zu beobachten, dass die Akzeptanz für die neuen Regelungen sinkt. Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen und in Solidarität handeln, sind wir dem Virus nicht machtlos ausgeliefert. Jeder der mitmacht, trägt zur jetzt so wichtigen Eindämmung der Pandemie bei“, sagte heute am späten Nachmittag Bürgermeister Erik Lierenfeld. Er wirbt um Verständnis für die durch den Bund und die Länder beschlossenen neuen Beschränkungen. Zudem beobachtet der Bürgermeister mit Sorge, dass auch der Widerstand gegenüber den Vollzugskräften steigt. „Verbale als auch körperliche Gewalt werden sofort zur Anzeige gebracht“, kündigte Lierenfeld an. (md/-oli)