Zwergziege vergiftet

Nichts Böses ahnend füttern Besucher des Tannenbuschs immer wieder die dort lebenden Tiere. Dies kann den Tieren jedoch zum Verhängnis werden. So auch am vergangenen Wochenende: Eine Zwergziege wurde mit Zweigen einer Eibe gefüttert. Dies beobachteten andere Besucher des Tannenbuschs. Die Ziege verstarb am Montag an den Folgen einer Vergiftung durch die Pflanze. Deshalb weist der Tierpark-Betreiber noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass jede Fütterung durch Besucher untersagt ist. Nur die Tiere, an deren Gehege Futter-Automaten hängen, dürfen mit dem Futter daraus gefüttert werden.

 „Bringen Sie kein Futter von Zuhause oder aus der Tierhandlung mit und geben Sie den Tieren kein Futtermittel aus anderen Tierparks oder Zoos sowie keine Essensreste wie Popcorn oder ähnliches“, betont Tannenbuschs Tierpflegemeister Deniz Schünke, der dies alles bereits erlebt hat. „Unsere Tiere bekommen von uns auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Futter. Alles andere schadet ihnen nur.“ Dies gilt auch für Pflanzen, die vor Ort gepflückt und verfüttert werden. Schünke betont, dass viele Pflanzen für gewisse Tierarten giftig sind. Hierzu zählen besonders: Eibe, Robinie, Berghorn (Früchte), Rhododendron, Kirschlorbeer, Immergrüne Heckenkirsche, Efeu, Ilex, Schneeball, Holunder, Mahonie und Cotoneaster – diese sind alle im Tannenbusch zu finden. Deshalb gilt auch hier: Die Tiere des Tannenbuschs dürfen nicht mit gepflückten Pflanzen gefüttert werden. (md/-oli)