Die Tafel Dormagen ist in den vergangenen Jahren zu einem großen Verteilzentrum geworden, das mehr als 30 Tafeln im Umkreis von rund 50 Kilometern versorgt. 85 Personen – darunter 65 Ehrenamtliche – kümmern sich in Rheinfeld um die Kunden. Nun ist ein neuer Schritt geplant: Zusätzlich zur Tafel soll ein Sozialkaufhaus entstehen, in dem günstige, gebrauchte Kleidung, Hausrat und Möbel angeboten werden. „Wir haben festgestellt, dass der Bedarf an günstiger Kleidung und Lebensmittel immer weiter steigt. Bei der hohen Inflation können sich immer weniger Menschen einen großen Einkauf im Supermarkt leisten. Darüber hinaus steigt das Interesse an Nachhaltigkeit bei Kleidung“, so Tafel-Leiterin Claudia Manousek. Geplant ist ein Neubau eines zweigeschossigen Gebäudes mit einer Nutzfläche von circa 600 Quadratmetern. Dieses soll angrenzend an das jetzige Gebäude an der Bürger-Schützen-Allee 3 entstehen. Das Kaufhaus soll durch die Tafel Dormagen betrieben werden. Da die zu erwartenden Verkaufserlöse nicht ausreichen werden, um die Kosten für den Betrieb zu decken, wird der Tafel seitens der Stadt ein Betriebskostenzuschuss gewährt. „Für uns ist das ein guter Invest in die Sozialstruktur“, so Bürgermeister Erik Lierenfeld.
Die Tafel hat die Mission Lebensmittel zu retten und armutsbetroffenen Menschen zu helfen. Zudem betreibt die Tafel Dormagen bereits jetzt eine Kleiderkammer für günstige Kleidung und Sonderposten. Zukünftig soll das Angebot um Elektroartikel wie beispielsweise Waschmaschinen, Trockner und Kleinmöbel erweitert werden. Bürger können entsprechende Spenden dem Sozialkaufhaus anbieten. Nach entsprechender Prüfung durch das Sozialkaufhaus, ob es sich um Ware mit Wiederverkaufswert handelt, können die Gegenstände vor Ort abgegeben werden. Die zentrale Logistik und Freiwilligenkoordination erfolgen durch die Tafel Dormagen. Die Eröffnung des Sozialkaufhauses ist für das Frühjahr 2028 geplant. (-oli/md)









