Rund 800 Menschen kamen am heutigen Nachmittag auf dem Sportplatz in Delhoven zusammen, um gemeinsam mit seiner Familie von dem getöteten 14-jährigen Yosef Abschied zu nehmen. Die Anteilnahme an dem Tod des Schülers, dessen Leiche am Mittwoch der Vorwoche am Hackenbroicher Waldsee gefunden wurde, ist riesig. Nach dem Song „I’m not what happened to me“ eröffnete Bürgermeister Erik Lierenfeld die Trauerfeier und betonte, dass man hier zusammengekommen sei, um der Familie zu zeigen, dass sie nicht alleine ist. Auch der religiöse Teil, gestaltet durch Pfarrer Beza Mengistu (Äthiopisch-Orthodoxe Gemeinde), den katholischen Pfarrvikar Pater Jaison Kavalakatt und die evangelische Pfarrerin Stefanie Eschbach lud zum gemeinsamen Innehalten und Beten ein. Anschließend erklang „Diamonds“ von Rihanna, ein Song, den Yosef immer gerne gehört hat. Ein sehr bewegender Moment.

Rund 800 Menschen kamen auf dem Sportplatz in Delhoven zusammen, um um den 14-jährigen Yosef zu trauern. (Foto: -av)
Auch in den Wortbeiträgen von Wegbegleitern Yosefs wurde es emotional. Die Schülersprecherin der Realschule Hackenbroich, Luisa Terracina, erinnerte sich an ihren Mitschüler: „Yosef war etwas ganz besonderes. Sein Lächeln hat immer über den ganzen Schulhof gestrahlt. Er war immer für alle da und hat als Klassensprecher Verantwortung übernommen. Die Lücke, die er hinterlässt, ist deutlich spürbar.“ Seine Mannschaft des FC Delhoven schoss bei der Trauerfeier symbolisch ein Tor für ihn. Klar ist: Yosef war beliebt und seine positive Art, sein Lächeln wird allen in Erinnerung bleiben. Im Anschluss an die Trauerfeier wurde Yosef im engsten Familienkreis auf dem Delhovener Friedhof beigesetzt. (Amelie Vallbracht)









