Stadtbad gut angenommen

Der StadtBus ist ein defizitärer Geschäftsbereich der SVGD. (Foto: SF-Archiv)

Die Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) verzeichnete für das Geschäftsjahr 2016 ein positives operatives Ergebnis gegenüber dem Wirtschaftsplan, der ein Defizit von 1,705 Millionen Euro vorsah. Im Jahr davor lag das Minus der städtischen Tochtergesellschaft bei 1,775 Millionen Euro.

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz gab SVGD-Geschäftsführer Klaus Schmitz auf Nachfrage auch erste Nutzerzahlen für das neue Stadtbad „Sammys“ bekannt: Von August vergangenen Jahres bis einschließlich Januar diesen Jahres kamen monatlich im Schnitt zwischen 3.750 und 4.000 „Individualschwimmer“ in das neue Hallenbad an der Robert-Koch-Straße. Zum Vergleich: Im nicht mehr in Betrieb befindlichen Hallenbad in Nievenheim waren es monatlich im Durchschnitt 750 bis 1.000 Individualschwimmer. „Das ist eine Steigerung der Zahlen von 400 Prozent. Das neue Stadtbad wird gut angenommen“, betonte Schmitz. Im Geschäftsjahr 2016 gab es in der Sparte „Bäder“ ein Minus von 989.000 Euro gegenüber 977.400 Euro in 2015. Im Wirtschaftsplan für 2017 ist sogar ein Defizit von 1,58 Millionen Euro vorgesehen. „Für die Großinvestition in das neue Stadtbad müssen wir Zinsen und Abschreibungen stemmen“, so der Geschäftsführer. Der Geschäftsbereich „Immobilien“ schloss 2016 mit einem Defizit von 204.000 Euro. Dabei handelt es sich um aus dem Vorjahr geschobene Kosten für die Abrissarbeiten auf dem Areal des ehemaligen Bürgerhauses in Zons, wo derzeit der neue Erweiterungsbau für das Kreisarchiv entsteht. Wenn dieser fertig ist, wird die SVGD dort auch die Autoparkplätze herrichten und teilweise erneuern lassen. Dabei wird auch die Anzahl der Stellplätze erhöht. In der Sparte „Parken“, zu der neben dem Parkhaus an der Nettergasse in der Innenstadt vor allem die Parkraumbewirftschaftung in der Zollfeste gehört, schloss 2016 mit einem Minus von 35.000 Euro gegenüber einem Minus von 19.000 Euro in 2015. Aufgrund der Entflechtung der Bereiche „Stadtmarketing und Tourismus“ – das Stadtmarketing gab die SVGD an die neue Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SWD) ab – kam es im Personalbereich zu Kostensteigerungen. Das galt auch für die Tourist-Info in Zons, wo Überstunden aufgelöst wurden. Das Defizit zum Ende des Jahres 2016 betrug 281.000 Euro gegenüber einem Minus von 149.900 Euro in 2015. Die immer öfter auftretenden starken Stürme und Gewitter führen im Bereich „Tannenbusch“ zu einem Minus von 517.000 Euro. In 2015 lag das Defizit bei 455.400 Euro.

In der Abwehr fehlt den „Wieseln“ die Stabilität

Trainer des TSV Bayer: Ulli Kriebel (Foto: Archiv)

Hat Trainer Ulli Kriebel mit seinen öfter wechselnden Abwehrsystemen der Drittliga-Mannschaft des TSV Bayer Dormagen die Sicherheit genommen? Der Eindruck ist jedenfalls mit Blick auf die vergangenen drei Partien des Tabellenzweiten entstanden.

Bei den Bergischen Panthern fehlte der Defensive in Hälfte eins jegliche Aggressivität, erst nach der Pause brachte eine offensive 3:3-Abwehr die Wende. Gegen Schalksmühle ließ Kriebel genau mit dieser offensiven Variante anfangen, was völlig in die Hose ging. Und in der vergangenen Woche gegen die HSG Krefeld – Endstand 30:30 (Halbzeit 12:16) – brachte erst die offensive Abwehr nach dem 12:19 (34. Minute) die Wende. Die erfolgreiche Aufholjagd reichte vor 948 Zuschauern im Sportcenter aber nicht für einen Sieg der „Wiesel“, da sich im Kadervergleich ein entscheidender Unterschied bemerkbar machte: Krefeld verfügt über deutlich mehr Erfahrung. Das gilt auch für den Leichlinger TV, der nach einer Serie von sieben Siegen die Seidenstädter vom dritten Tabellenplatz verdrängt hat und nur noch drei Punkte hinter dem TSV Bayer Dormagen liegt. Der wiederum muss am kommenden Freitag, 23. Februar, in Leichlingen antreten. Sollte die junge, recht unerfahrene Kriebel-Truppe dort verlieren, würde der zweite Tabellenplatz und damit die theoretische Chance auf eine Aufstiegsrelegation ernsthaft in Gefahr geraten. Zuvor aber muss der TSV schon heute um 19 Uhr bei der Bundesliga-Reserve von GWD Minden ran, die derzeit den siebten Rang in der Tabelle belegt. Dort ist nicht nur in der Abwehr, sondern auch auf der Torhüterposition eine deutliche Leistungssteigerung erforderlich: Vor allem Janis Boieck konnte in den beiden jüngsten Heimspielen nicht überzeugen.

Unterhaltung mit viel Niveau

„Comedy Spaß mit Niveau“ – So lautet die Maxime für den diesjährigen Knechtstedener Theatersommer. Für die Reihe in der Theaterscheune setzt das städtische Kulturbüro ganz auf Comedy, Musik und Komödie. Vom 20. Juli bis 4. August stehen sechs Abendveranstaltungen und ein Märchen für Kinder auf dem Programm. Für Frühbucher bietet das Kulturbüro bis zum 30. April die Abo-Aktion „4 für 50“ an. „Dieses Abo umfasst vier Abende nach Wahl und kostet nur 50 Euro“, erklärt Kulturbüro-Leiter Olaf Moll.

Zum Auftakt am Freitag, 20. Juli, um 20 Uhr gastiert Lars Redlich in der Theaterscheune. Der vielseitige Berliner, der vor zwei Jahren mit „Lars but not least“ die Zuschauer in der ausverkauften Scheune überzeugt hat, ist der Thermomix unter den Kleinkünstlern. In seiner mitreißenden Comedy- und Musikshow „Ein bisschen Lars muss sein!“ springt er von der Sopran-Arie in den Hip-Hop. Er improvisiert am Klavier und bastelt mit dem Publikum ein Medley aus zugerufenen Songs und Begriffen. Zwei Frauen, ein paar Instrumente, präzise Zweistimmigkeit, eine gesunde Portion Selbstironie und viel Witz – das sind „Lieblingsfarbe Schokolade“. Dahinter verbergen sich die jungen Profi-Musikerinnen Hannah Silberbach und Maura Poormann, die ihre Knechtsteden-Premiere mit der Comedy- und Musikshow „Beziehungsweise anders“ am Samstag, 21. Juli, um 20 Uhr feiern. Das Galerietheater Zons begeht am Freitag, 27. Juli, um 20 Uhr mit der amüsanten Komödie „Inselhüpfen“ seine nächste Premiere in der Theaterscheune. In der

Frank Fischer, ausgezeichnet mit 18 Kabarettpreisen, ist erstmals im Knechtstedener Theatersommer am 3. August zu sehen. (Foto: Kulturbüro Stadt Dormagen)

Uraufführung geht es um eine arg gebeutelte Reisegruppe, die sich mit trockenem Humor gegen den Dauerregen wappnet und dabei die Lust am Leben entdeckt. Einen Tag später, am Samstag, 28. Juli, ist an gleicher Stelle Dieter Baumann zu sehen. Der Olympiasieger von 1992 und Kabarettist kündigt in seinem neuen Programm „Dieter Baumann läuft halt“ einen Lauf durch sein Leben „voller Glück und Elend und Ereignisse“ an, den nicht nur Sportfreunde ansprechen dürfte. Ein Knechtsteden-Neuling folgt am Freitag, 3. August, um 20 Uhr: Frank Fischer. „Gewöhnlich sein kann jeder“, denkt sich der Hesse, wenn er in seinen Shows die Zuschauer dazu bringt, vor Lachen das Atmen zu vergessen. Der Comedian zeigt sich als Komiker der Extraklasse. Ausgezeichnet mit 18 Kabarettpreisen spielt Fischer, der schon mehrfach bei „Nuhr im Ersten“ zu sehen war, in der Liga der deutschen Comedyszene ganz oben mit. Das Finale bestreitet das Kult-Ensemble „Herrencrême“ mit der neuen Show „…zum Welterfolg“ am Samstag, 4. August, um 20 Uhr. Am Sonntag, 22. Juli, um 15 Uhr öffnet sich die Türe zur Theaterscheune wieder für kleine Märchenfreunde. Für Kinder ab vier Jahren ist das beliebte Grimm-Märchen „Der Froschkönig“ mit dem Seifenblasen-Figurentheater gedacht. Das Frühbucher-Abo „4 für 50“ ist nur im Kulturbüro im Kulturhaus erhältlich. Einzelkarten für alle Veranstaltungen gibt es zum Preis von 15 Euro (Kindertheater 4,40 und 6 Euro) in der City-Buchhandlung, Kölner Straße 58 in der City, und im Kulturbüro. Das Kulturbüro nimmt Abo- und Einzelkartenbestellungen entgegen: unter Tel. 02133/257-338 und per E-Mail an kulturbuero@stadt-dormagen.de. Weitere Informationen und das Programmheft zum Download finden Interessierte auf der neuen Webseite www.kulturbuero-dormagen.de.