Wer setzte Autos im Walddorf in Brand?

Die Anwohner der Straße „An der Burg“ müssen dieser Tage ein mulmiges Gefühl haben, wenn sie ihr Fahrzeug dort parken. Denn innerhalb von einer Woche brannten dort gleich zwei Fahrzeuge.
Bereits am 13. Dezember brannte ein VW Golf so, dass er zum Totalschaden wurde. Sechs Tage später, am Freitag vergangener Woche, brannte wieder ein Auto. Ein 61-jähriger Anwohner hatte seinen neuwertigen Ford C-Max in einem Garagenhof „An der Burg“ geparkt. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Pkw bereits in Flammen. Trotz sofort eingeleiteter Löscharbeiten konnte nicht verhindert werden, dass der vordere Teil des Fahrzeugs vollständig ausbrannte. Da auch in diesem Fall die Brandursache noch ungeklärt ist, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Eine unmittelbare Gefahr für die Anwohner bestand nach Aussage der Feuerwehr zu keinem Zeitpunkt.
Bei beiden Bränden fällt auf, dass sie nicht in der Nacht geschahen, sondern am früheren Abend. So geriet der Golf offenbar gegen 19.50 Uhr und der C-Max gegen 18.40 Uhr in Brand. Da stellt sich die Frage, ob die Vorfälle das Werk eines „Feuerteufel“ sind? Der Verdacht liegt nahe, da es bereits auch Ende November gleich zu drei Bränden an einem Tag im Walddorf kam. Am 25. November loderte ein Adventskranz an einem Haus am Linden-Kirchplatz in unmittelbarer Nähe einer Gaststätte. Den Hausbewohnern gelang es das Feuer selber zu löschen bevor es auf das Vordach an der Haustüre übergriff. Dabei zog sich eine 48-Jährige eine Rauchvergiftung zu und ihr Sohn (17) erlitt Brandverletzungen an den Händen. Am Mühlenbuschweg kam es dann zu einem weiteren Brandausbruch. Dort brannte der Inhalt einer Mülltonne und wenige Minuten später wurde an der Schützenstraße ein weiterer Mülleimer entdeckt, der ebenfalls brannte. Ein Anwohner konnte das Feuer löschen. Allerdings wurde durch die Hitze die Hausfassade beschädigt.
Die Polizei schließt nicht aus, dass hinter den Bränden möglicherweise ein Täter steckt. Straberg werde nun vermehrt von Polizeistreifen befahren, erklärte die Polizei auf Anfrage. Etwaige Zeugen, die Hinweise auf einen der Brände geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 02131/30 00 zu melden.-Andrea Lemke

SCHAUFENSTER-Artikel vom 30. Dezember 2017