Viele Projekte in der städtischen Pipeline

Bürgermeister spannte in seiner Neujahrsrede einen breiten Bogen

Viele Projekte in der städtischen Pipeline

Der Ort des Geschehens war bewusst gewählt: Die St. Aloysius-Schützenbruderschaft feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Auch der Ort für den nächsten städtischen Neujahrsempfang am Sonntag, 13. Januar 2019, wurde ganz bewusst gewählt: die Aula des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums soll bis dahin fertig saniert sein und bietet bei Stehveranstaltungen dann Platz für bis zu 1.000 Besucher. Stürzelberg passte in diesem Jahr auch aus einem zweiten Grund gut: In die neue Sportanlage für die SV Rheinwacht Stürzelberg, die „Am weißen Stein“ entsteht, investiert die Stadt Dormagen im Jahr 2018 rund 1,5 Millionen Euro. Insgesamt will die Kommune im laufenden Jahr mehr als 34 Millionen Euro in Gebäude, Anlagen und Infrastruktur stecken. Alleine für den Neubau der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Rheinfeld sind in diesem und im kommenden Jahr 2,7 Millionen Euro eingeplant. Der Ausbau der Kindertagesstätte (Kita) St. Josef in Delhoven kostet 730.000 Euro. In Horrem werden mit Unterstützung des Landes rund 6,2 Millionen Euro in den geplanten LernOrt investiert. Dadurch entsteht zugleich eine neue Kita auf dem Gelände der Grundschule. „Wir erhalten bessere OGS-Räume, ein neues Begegnungszentrum für Kinder aus Schule und Kita sowie eine Sanierung der vorhandenen Schulräume“, so Lierenfeld. Hinzu kommen die Erneuerung der Turnhalle und ein Medienkonzept – damit liegt das Investitionsvolumen sogar bei zehn Millionen Euro. In den neuen Kunstrasenfußballplatz in Delrath sollen 500.000 Euro fließen. Vorstand und Mitglieder des Vereins sind dieser Tage im Zuge von Rodungsarbeiten fleißig dabei, teilweise ihren Eigenanteil für das Projekt zu leisten. Für neue Schultoiletten sollen in diesem Jahr insgesamt 75.000 Euro ausgegeben werden. Die Dormagener Feuerwehr soll in diesem Jahr für insgesamt drei Millionen Euro neue Fahrzeuge erhalten. In den Bau neuer Parkplätze am Kreiskrankenhaus in Hackenbroich sollen 150.000 Euro fließen. Für die Sanierung und Erweiterung der Sekundarschule im Schulzentrum neben dem Dormagener Bahnhof sollen bis 2019 insgesamt 4,5 Millionen Euro seitens der Stadt investiert werden. „Wir können uns diese Maßnahmen leisten, weil es unserer Stadt derzeit finanziell verhältnismäßig gut geht“, erklärte das Stadtoberhaupt den rund 500 Besuchern des Neujahrsempfangs in seiner deutlich zu lang geratenen Rede. Dormagen habe klasse Voraussetzungen für ein selbstbewusstes Auftreten. „Wir jammern leider viel zu oft, statt das Gute in unserer Stadt zu sehen. Wir klagen auf hohem Niveau – manchmal auch über Kleinigkeiten, die andernorts gar kein Problem wären – und machen uns damit das Leben selbst schwer“, so der Bürgermeister. Berechtigte Kritik sei immer erlaubt und erwünscht, sie sollte jedoch stets konstruktiv und mit Augenmaß erfolgen.
Als ein weiteres wichtiges Ziel, ja sogar „unser größtes Ziel“, bezeichnete Lierenfeld die neue Anschlussstelle an die Autobahn 57 im Norden von Delrath. „Parallel dazu wird die Stadt in diesem Jahr auch eine neue südliche Ortsumgehung für Nievenheim planen, um dort die Verkehrsbelastung zu senken“, führte Lierenfeld aus. Im Frühjahr soll zudem die Machbarkeitsstudie für das Naherholungsgebiet an der Nievenheim-Straberger Seenplatte vorliegen: Das Areal soll unter anderem dadurch einen überregionalen Charakter erhalten, indem dort ein Bundesleistungsstützpunkt mit einem neuen Wildwasserkanal für die Kanusportler entsteht (SCHAUFENSTER berichtete). (-oli; SCHAUFENSTER vom 20. Januar 2018)