Mit pfiffiger Wette will Bürgerstiftung Geld sammeln

„Top, die Wette gilt!“ Das bekräftigten jetzt Bürgerstiftungsvorsitzender Martin Voigt und Bürgermeister Erik Lierenfeld per Handschlag unter den aufmerksamen Augen des Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe als „Schiedsrichter“. Ihr gemeinsames Ziel: Zum zehnten Geburtstag der Bürgerstiftung Dormagen soll es im neuen Jahr gelingen, das Stiftungsvermögen noch einmal um 65.000 Euro zu erhöhen.

„Diese Summe entspricht der Einwohnerzahl Dormagens und wir könnten damit noch mehr soziale Projekte in unserer Stadt fördern“, sagt Voigt. Er und der Bürgermeister gehen mit der Wette aber auch ein persönliches Risiko ein. Denn wenn die magische Zahl erreicht wird, müssen beide jeweils 20 Stunden für gemeinnützige Vereine und Einrichtungen vor Ort arbeiten. „Geschirr spülen beim Kinderfest, die Ställe im Tierpark ausmisten oder Mittagessen zu Senioren bringen – wir sind zu allem bereit, weil es um eine wichtige Sache geht“, verspricht der Bürgermeister.
Welcher Wetteinsatz konkret zu leisten ist, wird im Falle des Erfolges der Bundesgesundheitsminister Gröhe als neutraler Wettrichter zu entscheiden haben. „Wer den Bürgermeister einmal richtig ins Schwitzen bringen will, sollte sich auf jeden Fall an dieser Wette beteiligen“, betont Gröhe. „Denn hinter diesem Vorhaben steht ein wichtiger Zweck – und schon mit kleinen Geldbeträgen kann jeder helfen. Die Bürgerstiftung Dormagen leistet wertvolle Arbeit, die jede Unterstützung verdient hat. Deshalb bin ich bei der Wette zum zehnjährigen Stiftungs-Jubiläum natürlich gerne dabei“, führt Gröhe aus.
Seit August 2008 besteht die Bürgerstiftung. In dieser Zeit hat sie bereits mehr als 200.000 Euro für gemeinnützige Projekte ausgeschüttet. „Das reicht von Bildungsförderung für Kinder über Hilfen für demenzkranke Menschen bis hin zu Verschönerungsaktionen oder unseren regelmäßigen Paralympics für Dormagener Kinder“, erklärt Stiftungsratsvorsitzender Professor Matthias Franz. Das bisherige Stiftungsvermögen beträgt 357.000 Euro und würde sich durch die Zustiftungskampagne um mehr als ein Sechstel erhöhen.
„Wir wollen mit dieser Aktion auch noch stärker in die Bevölkerung hineinwachsen, deshalb haben wir die Einstiegsgrenze für Zustiftungen bewusst niedrig angesetzt“, macht Voigt deutlich. Jedem Unterstützer verspricht die Bürgerstiftung, dass er mit „Ewigkeitsgarantie“ in seiner heimatlichen Umgebung investiert. „Denn das Stiftungsvermögen bleibt dauerhaft erhalten und darf nicht für laufende Projekte aufgezehrt werden“, so Voigt. Das unterscheidet die Zustiftungen von Spenden, die von der Bürgerstiftung ebenfalls bei Sonderaktionen wie dem jährlichen Adventskalender-Gewinnspiel entgegengenommen werden. „Jeder Dormagener kann sich wirklich mit einem guten Werk für seine Stadt verewigen“, sagt Bürgermeister Lierenfeld. Beim städtischen Neujahrsempfang am Sonntag, 14. Januar, wird die Jubiläumsaktion beginnen. Höhepunkt ist eine große Geburtstagsparty am Freitag, 7. September, auf dem Rathausplatz. „Bis dahin hoffen wir, schon einen Großteil der Summe erreicht zu haben. Wir würden dann auch bereits erste Arbeitsaufträge von Vereinen entgegennehmen, die unter der Aufsicht unseres Wettpaten aufgeteilt werden“, sagt Voigt. -sf/ale
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Info: Für die Aktion hat die Bürgerstiftung Dormagen ein Zustiftungskonto bei der Sparkasse Neuss eingerichtet (IBAN DE83 3055 0000 0093 5025 73). Ab einem Betrag von 20 Euro erhält jeder Zustifter auch eine Steuerabsetzungsbescheinigung für das Finanzamt. Hierzu müssen Name und Anschrift bei der Überweisung genannt werden. Nähere Info gibt es telefonisch unter 0163/605 51 79 oder im Netz auf www.buergerstiftung-dormagen.de.
SCHAUFENSTER-Artikel vom 30. Dezember 2017