Smoke on the Water


 
Im neu gestalteten Medienraum des evangelischen Jugendzentrums an der Hackhauser Straße 67 in Hackenbroich können Jugendliche nun selber kreativ werden. Zur Einweihung überzeugten sich jetzt einige geladene Gäste vom neuen hochwertigen Equipment und drehten vor einem Green Screen zum weltweit bekannten Song „Smoke on the Water“ von „Deep Purple“ einen Videoclip. Vorher verkleideten sich die Darsteller. Als verwegener Gitarrist mit rotem Instrument und schwarzer Löwenmähne war Bürgermeister Erik Lierenfeld voll in seinem Element. Direkt neben ihm performte der „Sänger ohne Mimik“ dank schwarzer Maske – sein zweiter Stellvertreter Michael Dries. Zwischen den Jahreszeiten nicht so ganz entscheiden konnte sich Bassist Jo Deußen, verkleidet mit einer Sonnenbrille, Nikolausmütze und lilafarbenem Halstuch. Als headbangender Engel trat Fanny Winter, pädagogische Leiterin der Offenen Ganztagsschule Burg, auf. Mit ihr tanzte die Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt, Julia Stöcker, die sich mit einer Totenkopfmaske vermummt hatte. Hätten Sie alle erkannt?  Wer einmal selbst Musik machen und dazu ein Video aufnehmen möchte, kann sich direkt im Jugendzentrum melden und nach den freien Zeiten fragen. (jvh)

Sportplätze zum Teil wieder gesperrt

Am Dienstag, 20. März, teilte die Stadtpressestelle gegen Mittag  mit, dass aufgrund der Witterungsverhältnisse wieder alle Rasen- und Ascheplätze der Sportanlagen gesperrt wurden. Kunstrasenplätze sind von der Sperrung nicht betroffen und bleiben geöffnet. Wenn es eine Änderung gibt, teilt das SCHAUFENSTER dies mit. -sf/ale

Rote Karte für Bahnhof

Vor rund dreieinhalb Jahren wurde das neu gestaltete Bahnhofsvorfeld der Öffentlichkeit übergeben. Dort sieht es bei weitem nicht mehr so schön aus wie damals. Noch schlimmer aber wird es, wenn man durch den Tunnel geht, die Treppen benutzt und am Bahnsteig steht: Dreck, undefinierbare feuchte Stellen, Graffitis.

Auch der Eingangsbereich zum Dormagener Bahnhof von der Zonser Straße aus kommend wirkt alles andere als einladend. (Foto: -oli)

Der negative Gesamteindruck, den vor allem der Bahnhof selber abgibt, führte im aktuellen Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) dazu, dass die Bewertung in roter Farbe ausfiel. Das bedeutet: nicht akzeptabel. Die Ansprüche der VRR-Prüfer wurden zu weniger als 83 Prozent erfüllt. Wenig überraschend, dass in dem Bericht vor allem der Zugang zu den Gleisen schlecht abschnitt. Die Prüfer gaben aber zugleich den Hinweis ab, dass die Unterhaltungspflicht auch bei der Stadt Dormagen liege. Insgesamt schnitten von den 296 untersuchten Bahnhöfen 54 mit der „Roten Karte“ ab. Die Hauptgründe: Müll und Graffitis. Die Haltestelle in Nievenheim bekam vom VRR ein „noch akzeptabel“. Das galt auch für die Haltestelle im Chempark Dormagen. Immerhin bekam der Bahnhof am Willy-Brandt-Platz im Hinblick auf die „Funktion“ die Farbe „grün“ (akzeptabel). „Gelb“ (noch akzeptabel) wurden die Bereiche Sauberkeit und Graffiti eingeschätzt. Das „Rot“ resultierte demnach vorwiegend aus dem Zustand des Tunnels. Wobei auf der anderen Seite der Zugang an der Zonser Straße ähnlich schlimm aussieht: Rund um den Fahrstuhl verteilt sich ein „Flickenteppich“ aus festgetretenen Kaugummis und anderen Dinge – von denen man besser nicht wissen möchte, was das ursprünglich einmal war. In den Ecken fällt das Identifizieren schon leichter: Urin und Kotze vorherrschend. Insgesamt ist der Dormagener Bahnhof in den Bewertungen von „Grün“ im Jahr 2015 über „Gelb“ im Jahr 2016 nun in der Prüfung für das Jahr 2017 bei „Rot“ angekommen. Während die Deutsche Bahn für die Bahnsteige, Lärmschutzwände und den Aufzug zuständig ist, liegt die Zuständigkeit der Stadt Dormagen bei der Personenunterführung und in den Vorfeldbereichen. Der Vorplatz am Willy-Brandt-Platz wurde von 2012 bis 2014 umgestaltet. In diesem Jahr soll die Umgestaltung der anderen Seite (Ausgang Knechtstedener Straße) beginnen. m Rahmen des Projektes „Soziale Stadt Horrem“ ist eine deutliche Aufwertung des Zugangsbereichs an der Knechtstedener Straße vorgesehen. Dazu gehören auch graffitiabweisende Wände im Tunnel, die zumindest die Beseitigung der Schmierereien erleichtern sollen. Die Unterführung selber soll heller erleuchtet werden, um das Sicherheitsgefühl zu verbessern und Graffitischmierern ihr Hobby zu erschweren. (-oli; SCHAUFENSTER vom 24.2.2018)