Als Tabellenzweiter blickt der TSV auf die Süd-Gruppe

Tim Wieling erzielte gegen Aurich elf Treffer. (Foto: Archiv)

Sven Bartmann ist 30 Jahre alt und hat im Kader des Handball-Drittligisten TSV Bayer Dormagen etwas, was die vielen jungen Spieler nicht haben: Erfahrung. Der Torhüter strahlt jederzeit einen unbändigen Ehrgeiz aus, lebt seine Emotionen auf dem Spielfeld, schreit seine Abwehr auch schon mal an, um sie zu kritisieren oder anzufeuern. Mit diesem Gesamtpaket ist „Barti“ sehr wichtig für den aktuellen Tabellenzweiten, der in der West-Gruppe derzeit drei Punkte Vorsprung auf den Dritten, den Leichlinger TV, hat. Doch der Keeper musste seit Anfang Mai vergangenen Jahres wegen einer hartnäckigen Schambeinverletzung passen. Am Samstagabend (24. März) feierte er beim 32:24-Heimsieg (Halbzeit 15:15) gegen den OHV Aurich ein starkes und umjubeltes Comeback. In der 28. Minute wurde Bartmann für Matthias Broy, der bis dahin von der zu passiven TSV-Abwehr viel zu oft im Stich gelassen worden war, eingewechselt und hielt noch vor der Pause den ersten Ball. Am Ende standen 13 Paraden zu Buche. Vor nur 618 Zuschauern im Sportcenter war Tim Wieling mit elf Toren, darunter zwei Siebenmeter, der treffsicherste Schütze der Hausherren, die weiter Hoffnung auf eine Aufstiegsrelegation in die Zweite Bundesliga haben. Der Blick geht dabei aufgrund der bei der HBL zum 1. März beantragten Lizenzen in die Süd-Gruppe. Denn dort will der aktuelle Tabellenführer nicht aufsteigen, die beiden Teams dahinter dürfen es als Zweitvertretung eines Erst- oder Zweitligisten nach den Statuten nicht. Allerdings haben die drei Mannschaften, die in der Tabelle eng dahinter positioniert sind, ihren Aufstiegswillen per Lizenzantrag bekundet. Der muss bis zum 31. März allerdings noch mit den Unterlagen zur Wirtschaftlichkeit unterfüttert werden. Auch das könnte noch Auswirkungen haben, falls es einem Antragsteller nicht gelingt, die HBL entsprechend von seinen nachhaltigen finanziellen Möglichkeiten zu überzeugen. Neben einer Zweierrelegation (aktuell wäre der TSV Altenholz als Zweiter der Nord-Gruppe der Gegner) könnte es auch eine Dreierkonstellation geben, falls aus dem Süd-Trio doch noch ein Team auf dem zweiten Platz landet. Die Relegationsspiele werden auch vorsorglich gespielt – ab dem 12. Mai. (-oli)

Vandalismus in mittlerweile vier Schulgebäuden

Bisher Unbekannte drangen in der Nacht von Mittwoch, 28. März, 18 Uhr, auf Donnerstag, 29. März, 7.30 Uhr, in die „Schule am Chorbusch“ an der Hackhauser Straße in Hackenbroich ein. Das Lehrerzimmer und Sekretariat wurden durchwühlt. Was den Vandalen, die in den Gängen auch einen Feuerlöscher entleerten, an Beute in die Hände fiel, ist bislang noch nicht bekannt. Die Spurenauswertung dauert an.
Sowohl am Willy-Brandt-Platz direkt am Bahnhof als auch am Max-Reger-Weg verschafften sich Unbekannte in den Tagen davor gewaltsam Zutritt zu drei Schulgebäuden. Sie brachen Fenster und im Folgenden auch innenliegende Türen auf. Die Täter beschädigten Mobiliar und nahmen nach ersten Erkenntnissen der Polizei auch kleinere Bargeldbeträge an sich. Der jeweilige Tatzeitraum konnte beim Berufsbildungszentrum am Willy-Brandt-Platz auf Montag, 26. März, 20.45 Uhr, bis Dienstag, 27. März, 7 Uhr, eingegrenzt werden. Bei der Realschule am Sportpark am Max-Reger-Weg geht die Kriminalpolizei davon aus, dass die Tat zwischen Freitag, 23. März, 17 Uhr, und Dienstag, 27. März, 12.45 Uhr, begangen wurde. Insbesondere dort deuteten Verwüstungen auf Vandalismus als Motivation für den Einbruch hin.
Zuvor waren (die gleichen?) Vandalen bereits in das Gebäude des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums an der Haberlandstraße eingestiegen. Zwischen Freitag (23. März), 22.20 Uhr, und Montag (26. März), 10.30 Uhr, hatten Unbekannte ein Fenster eingeschlagen und waren so in das Gebäude gelangt. Dort öffneten sie in mehreren Räumen Schränke und Behältnisse und verteilten die Gegenstände daraus auf dem Boden. Außerdem leerten die Eindringlinge mehrere Feuerlöscher. Die Einbrecher hinterließen folglich eine größere Verwüstung. Ob sie auch etwas entwendetet haben, kann noch nicht gesagt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Hinweise werden von den Ermittlern unter Tel. 02131/300-0 entgegengenommen. (pol/-oli)

Fehler im Abfallkalender

Auch angemeldete Grünschnittabfälle werden von der EGN abgeholt. (Foto: Archiv)

Im Abfallkalender der Stadt Dormagen fehlt für die erste April-Woche der Termin für die Leerung der Biotonnen im Bezirk 5. Diese Leerung findet am Freitag, 6. April, statt. Darauf wies die Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) hin. Der Termin sei leider im Abfallkalender nicht abgedruckt. Damit der Bürger keine Leerung mehr versäumt,  gibt es die Abfall-App der EGN. Schnell und unkompliziert stehen die Abfuhrtermine für die ausgewählten Abfallsorten (Hausmüll, Papier, Bioabfälle, Verpackungsabfälle) zur Verfügung. Die Nutzer haben damit jederzeit die Möglichkeit, von ihren mobilen Endgeräten aus auf die aktuellen Abfuhrtermine ihrer Adressen zuzugreifen. Mit einer Erinnerungsfunktion wird man ganz nach Wunsch auf die Minute pünktlich auf die kommende Leerung hingewiesen. Eine Liste mit Abfall-Annahmestellen zeigt, wo jeweils in der Nähe größere Abfallmengen entsorgt werden können. Dort findet der Bürger auch die Öffnungszeiten, Ansprechpartner und wichtige Informationen zu den Annahmestellen. Die Abfall-App der EGN kann für Android-Geräte im Google Playstore heruntergeladen werden und für iOS-Geräte bei i-Tunes.